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Ibuprofen Arzneimittelgruppen NSAID

Ibuprofen ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der nicht-steroidalen Entzündungshemmer mit schmerzlindernden, fiebersenkenden und entzündungshemmenden Eigenschaften. Die Effekte beruhen auf der Hemmung der Prostaglandinsynthese. Das Arzneimittel wird zur Behandlung von Schmerzen, Fieber und Entzündungszuständen verschiedener Ursache eingesetzt. Die Tabletten werden in der Regel dreimal täglich eingenommen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Verdauungsstörungen. Wie andere NSAR kann auch Ibuprofen selten schwere Nebenwirkungen verursachen.

synonym: Ibuprofenum PhEur

Produkte

Ibuprofen ist unter anderem in Form von Tabletten, als orale Suspension, Weichkapseln und Granulat in zahlreichen Arzneimitteln im Handel (z.B. Algifor®, Brufen®, Dismenol®, Dolocyl®, Grefen®, Iproben®, Irfen®, Saridon®). Neben dem Original Brufen® sind seit Langem Generika im Handel. Ibuprofen gehört zu den am meisten konsumierten Schmerzmitteln weltweit. Ibuprofen wird auch äusserlich verwendet, siehe unter Ibuprofen-Creme.

Struktur und Eigenschaften

Ibuprofen (C13H18O2, Mr = 206.3 g/mol) gehört zur Gruppe der Propionsäurederivate. Es kam Ende der 1960er-Jahre in den Handel, in der Schweiz 1982 (Brufen®). Ibuprofen ist ein Racemat aus gleichen Teilen S(+)- und R(-)-Enantiomer. Das S(+)-Enantiomer Dexibuprofen ist hauptsächlich pharmakologisch aktiv und ebenfalls erhältlich. Ibuprofen liegt in Arzneimitteln als Säure, als → Ibuprofenlysinat, → Ibuprofenarginat oder → Ibuprofen-Natrium vor. Die Wirkung tritt wesentlich schneller ein, wenn Ibuprofen als Salz statt als Säure eingenommen wird, weil es sich besser löst und so schneller absorbiert werden kann.

Wirkungen

Ibuprofen (ATC M01AE01 ) hat schmerzlindernde, fiebersenkende, entzündungshemmende und leicht thrombozytenaggregationshemmende Eigenschaften. Die Effekte beruhen auf der Inhibition der Cyclooxygenase und der Hemmung der Prostaglandinsynthese.

Indikationen

Ibuprofen ist in der Selbstmedikation zur Kurzzeitbehandlung während maximal 3 Tagen zugelassen und wird bei Schmerzen im Bereich von Gelenken und Bändern, bei Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Menstruationsschmerzen, Schmerzen nach Verletzungen und Fieber bei Grippe und Erkältung eingesetzt. Auf ärztliche Verschreibung ist das Indikationsspektrum etwas breiter und es kann länger eingenommen werden.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. In der Selbstmedikation liegt die maximale Tagesdosis für Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren bei 1200 mg, entsprechend 3 mal täglich 200 bis 400 mg. Auf ärztliche Verordnung können maximale Tagesdosen von bis zu 2400 mg verschrieben werden (Einzeldosis 200-800 mg), gemäss der Literatur sogar bis 3600 mg. Die Halbwertszeit ist kurz und die Wirkdauer liegt bei nicht-retardierten Arzneiformen bei zirka 6 Stunden.

Kontraindikationen

Vor der Anwendung müssen zahlreiche Vorsichtsmassnahmen berücksichtigt werden. Die vollständigen Angaben zu Vorsichtsmassnahmen und Arzneimittel-Wechselwirkungen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Übelkeit, Völlegefühl, Sodbrennen, Magenschmerzen, Durchfall, Verstopfung, Magenentzündung und Kopfschmerzen. Wie alle NSAID kann auch Ibuprofen selten schwere Nebenwirkungen wie beispielsweise Magen-Darm-Geschwüre, Blutbildveränderungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Nierenerkrankungen verursachen.

siehe auch

NSAID, Ibuprofen-Creme, Ibuprofenlysinat, Ibuprofenarginat, Ibuprofen-Natrium

Literatur

Autor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 26.5.2016 geändert.
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