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Schmerzmittel Arzneimittelgruppen

Schmerzmittel unterdrücken die Schmerzempfindung und werden zur Behandlung akuter und chronischer Schmerzen eingesetzt. In der Fachsprache werden sie auch als Analgetika bezeichnet. Zu den häufigsten eingesetzten Wirkstoffen gehören die nicht-steroidalen Entzündungshemmer (NSAID), Paracetamol und die Opioide. Einige Antidepressiva, Antiepileptika und weitere Medikamente haben ebenfalls schmerzlindernde Eigenschaften oder verstärken die Effekte der Analgetika.

synonym: Analgetika, Schmerzmedikamente

Arzneimittelgruppen

Nicht-steroidale Entzündungshemmer wie Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen und die COX-2-Hemmer haben schmerzlindernde, entzündungshemmende und fiebersenkende Eigenschaften. Die Effekte beruhen auf der Hemmung des Enzyms Cyclooxygenase und der Hemmung der Biosynthese der Prostaglandine. NSAID können vor allem bei einer längerfristigen und regelmässigen Einnahme zu schweren unerwünschten Wirkungen wie beispielsweise einem Magen- und Darmgeschwür, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Nierenerkrankungen führen. Sie werden auch mit einem sogenannten „Magenschutz“ kombiniert. Dabei handelt es sich in der Regel um einen Protonenpumpen-Inhibitor.

Paracetamol hat fiebersenkende und schmerzlindernde Eigenschaften. Es wird zur Behandlung von Fieber und/oder Schmerzen verschiedener Ursache eingesetzt. Die übliche Dosis bei Erwachsenen liegt bei 3 bis 4 mal täglich 500 bis 1000 mg (maximal 4000 mg pro Tag), bei Kindern erfolgt die Dosierung nach dem Körpergewicht. Nebenwirkungen sollen selten auftreten. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören selten ein Anstieg der Leberenzyme, Blutbildveränderungen, Überempfindlichkeitsreaktionen und Verdauungsbeschwerden. Nachteilig ist die Lebertoxizität, die insbesondere bei einer Überdosierung und bei Risikofaktoren auftritt und zu Leberversagen und einem fatalen Ausgang führen kann.

Opioide haben ausschliesslich zentral schmerzlindernde und keine fiebersenkenden oder entzündungshemmenden Eigenschaften. Die Effekte beruhen auf der Bindung an Opioid-Rezeptoren, unter anderem an den μ-Rezeptor. Sie kommen zum Einsatz, wenn nicht-opioide Schmerzmittel wie NSAID und Paracetamol nicht ausreichend wirksam sind. Opioide können abhängig machen, als Rauschmittel missbraucht werden und bei falscher Anwendung lebensbedrohliche Nebenwirkungen wie eine Atemdepression verursachen. Sie sind deshalb streng reguliert und unterstehen dem Betäubungsmittelgesetz.

Weitere Schmerzmittel

Co-Analgetika wie Antiepileptika, Antidepressiva und Glucocorticoide

Pyrazolone wie Metamizol

Lokalanästhetika, Anästhetika

N-Typ-Calciumantagonisten: Ziconotid

Cannabinoide

Placebo

Pflanzliche Analgetika

Alternative Therapeutika wie Homöopathika, Anthroposophika, Spagyrik

Autor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 13.10.2015 geändert.
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