Unsere Vision Team Kontakt Werben Spenden! Disclaimer Newsletter Twitter Facebook

Antihistaminika Arzneimittelgruppen

Antihistaminika sind antiallergische Wirkstoffe, welche die Effekte der körpereigenen Substanz Histamin aufheben. Sie werden unter anderem bei Heuschnupfen, Nesselfieber, bei einer allergischen Bindehautentzündung, bei Hauterkrankungen, Schlafstörungen, Übelkeit, Erbrechen und Erkältungskrankheiten eingesetzt. Als Schlaf- und Beruhigungsmittel und bei Kindern sollten sie aufgrund möglicher unerwünschter Wirkungen zurückhaltend verabreicht werden. Vor allem ältere Antihistaminika können als unerwünschte Wirkung Müdigkeit auslösen.

synonym: H1-Antagonisten, H1-Antihistaminika, Antihistamine, Histamin-Antagonisten

Wirkungen

Antihistaminika haben antihistamine, antiallergische, juckreizstillende und entzündungshemmende Eigenschaften. Sie sind teilweise zusätzlich:

Wirkmechanismus

Antihistaminika sind mehr oder weniger selektive Antagonisten von Histamin am H1-Rezeptor, heben die Histaminwirkungen auf und lindern so allergische Beschwerden wie beispielsweise Juckreiz, Niesreiz, laufende Nase, Rötung, Schwellung und Augentränen. Einige sind zusätzlich mastzellstabilisierend und entzündungshemmend.

Indikationen

Die Anwendung von Antihistaminika gegen Erkältungskrankheiten, Husten und Schnupfen sowie gegen Sonnenbrand ist aus unserer Sicht fragwürdig. Auch die Verwendung gegen Schlafstörungen und zur Beruhigung ist aufgrund der unerwünschten Wirkungen umstritten, insbesondere bei Kindern.

Wirkstoffe 1. Generation

Wirkstoffe der ersten Generation sind im Allgemeinen nicht spezifisch für den H1-Rezeptor, sind anticholinerg, überqueren die Blut-Hirn-Schranke und gelangen ins Gehirn. Dort lösen sie zentrale Störungen wie Müdigkeit, Schläfrigkeit und Schwindel aus. Sie haben eine kürzere Wirkdauer als Antihistaminika der 2. Generation und müssen deshalb häufiger verabreicht werden. Antihistaminika der 1. Generation sollen zurückhaltend und für einige Indikationen gar nicht mehr eingesetzt werden.

In der Schweiz nicht mehr erhältlich:

Wirkstoffe 2. Generation

Wirkstoffe der zweiten Generation sind im Allgemeinen spezifisch für den H1-Rezeptor und weniger dämpfend. Sie werden deshalb auch als „nicht-sedierende Antihistaminika“ bezeichnet, können aber seltener auch Müdigkeit auslösen. Sie überqueren die Blut-Hirn-Schranke nicht, sind spezifisch für den H1-Rezeptor und nicht anticholinerg. Sie haben zudem eine längere Wirkdauer von 12 bis 24 Stunden und müssen deshalb nur einmal täglich verabreicht werden.

Cetirizin, Fexofenadin und Loratadin sind ohne ärztliche Verschreibung für die Selbstmedikation erhältlich. Die folgenden Wirkstoffe sind in der Schweiz nicht oder nicht mehr auf dem Markt:

Äusserliche Antihistaminika

Augentropfen:

Nasensprays:

Dermatika:

siehe auch

Antihistaminika-Augentropfen, Antihistaminika-Nasensprays, H2-Antihistaminika, Heuschnupfen, Allergische Bindehautentzündung, Urticaria

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

© PharmaWiki 2007-2016 - PharmaWiki informiert unabhängig und zuverlässig über Medikamente und Gesundheit.
Dieser Artikel wurde zuletzt am 5.4.2016 geändert.
Produkte zu dieser Seite anzeigen