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Ketotifen Arzneimittelgruppen Antihistaminika

Ketotifen ist ein antiallergischer Wirkstoff aus der Gruppe der Antihistaminika, der zusätzlich die Freisetzung von Entzündungsmediatoren hemmt und antientzündliche Eigenschaften hat. Es wird innerlich zur Behandlung allergischer Erkrankungen und äusserlich in Form von Augentropfen zur Behandlung einer allergischen Bindehautenzündung verwendet. Die maximale Wirkung tritt bei oraler Verabreichung verzögert innert Wochen ein, bei topischer Anwendung hingegen sofort. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören unter anderem zentrale Störungen wie Reizbarkeit, Schlafstörungen, Schwindel und Müdigkeit.

synonym: Ketotifenum, Ketotifeni hydrogenofumaras PhEur, Ketotifenhydrogenofumarat

Produkte

Ketotifen ist in Form von Tabletten und als Augentropfen im Handel (Zaditen®, Zabak®). Es ist in der Schweiz seit 1977 zugelassen. Siehe auch unter Ketotifen-Augentropfen.

Struktur und Eigenschaften

Ketotifen (C19H19NOS, Mr = 309.43 g/mol) ist ein trizyklisches Benzocycloheptathiophen-Derivat, das struktruell mit Pizotifen (Mosegor®, ausser Handel) verwandt ist. Es liegt in Arzneimitteln als Ketotifenhydrogenfumarat vor, ein weisses bis bräunlich gelbes, kristallines Pulver, das in Wasser wenig löslich ist.

Wirkungen

Ketotifen (ATC R06AX17 ) hat antihistamine, antiallergische, entzündungshemmende und leicht anticholinerge Eigenschaften. Es ist ein Antihistaminikum und hemmt zusätzlich die Freisetzung von Entzündungsmediatoren wie Histamin und der Leukotriene.

Indikationen

Ketotifen kann möglicherweise wie früher Pizotifen (Mosegor®) bei Appetitlosigkeit eingesetzt werden, weil es den Appetit fördert, ist dazu aber nicht zugelassen und unzureichend untersucht.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Tabletten werden mit den Mahlzeiten eingenommen. Es ist zu beachten, dass der volle Effekt bei oraler Verabreichung erst nach einigen Wochen eintritt. Bei topischer Anwendung am Auge treten die antihistaminen Wirkungen hingegen sofort ein.

Kontraindikationen

Ketotifen ist bei Überempfindlichkeit, bei Epilepsie oder Krampfanfällen in der Patientengeschichte und während der Stillzeit kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Zentral wirksame Substanzen wie Alkohol, Beruhigungsmittel, Antidepressiva, Antihistaminika und Schlafmittel können die unerwünschten Wirkungen verstärken. Bei gleichzeitiger Verabreichung oraler Antidiabetika wurde selten über einen Abfall der Thrombozyten berichtet. Ketotifen kann die Wirkung von Bronchodilatatoren verstärken.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den möglichen unerwünschte Wirkungen gehören Erregtheit, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Nervosität, Schwindel, Müdigkeit, Mundtrockenheit, Gewichtszunahme, Hauterkrankungen und Infektionskrankheiten. Die Augentropfen können lokale Reaktionen wie ein Brennen und Stechen hervorrufen. Systemische Nebenwirkungen werden bei der topischen Anwendung hingegen selten beobachtet.

siehe auch

Ketotifen-Augentropfen, Antihistaminika-Augentropfen, Antihistaminika, Heuschnupfen, Allergische Bindehautentzündung

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 8.4.2017 geändert.
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