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Antihistaminika-Nasensprays Arzneimittelgruppen Antihistaminika

Antihistaminika-Nasensprays sind Nasensprays mit antihistaminen, antiallergischen und teilweise mastzellstabilisierenden Wirkungen. Sie werden zur Behandlung eines allergischen Schnupfens eingesetzt. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören nasale Beschwerden und selten Müdigkeit.

synonym: Nasale Antihistaminika

Wirkungen

Antihistaminika-Nasensprays haben antihistamine und antiallergische Eigenschaften. Sie sind Antagonisten von Histamin am H1-Rezeptor, heben die Histaminwirkungen auf und lindern so Beschwerden wie Niesen, Juckreiz und Nasenlaufen. Azelastin ist zudem mastzellstabilisierend, was als therapeutischer Vorteil angesehen wird. Glucocorticoid-Nasensprays sind besser wirksam als Antihistaminika-Nasensprays, ihre Wirkung tritt aber verzögert ein.

Indikationen

Antihistaminika-Nasensprays werden zur Behandlung des saisonalen und ganzjährig auftretenden allergischen Schnupfens eingesetzt. Ohne ärztliche Verordnung dürfen sie nur bei Heuschnupfen verwendet werden.

Dosierung

Gemäss der Packungsbeilage. Die übliche Dosierung liegt bei zweimal täglich 1 Sprühstoss (Azelastin) bis 2 Sprühstösse (Levocabastin) pro Nasenloch. Vor dem Gebrauch soll die Nase geschneuzt werden. Da Levocabastin als Suspension vorliegt, muss das Fläschchen vor jeder Anwendung geschüttelt werden. Das freie Nasenloch zudrücken, den Sprühkopf betätigen und gleichzeitig durch die Nase einatmen. Die Behandlungsdauer ist in der Selbstmedikation auf 2 Wochen limitiert. Unter ärztlicher Kontrolle können die Arzneimittel bis zu 2 Monate angewandt werden.

Siehe auch unter Verabreichen von Nasensprays.

Substanzen

Dieser Artikel bezieht sich auf reine Antihistaminika-Nasensprays. Kombinierte Mittel mit wie Vibrocil® (Dimetindenmaleat + Phenylephrin) werden nicht besprochen.

Kontraindikationen

In Einzelfällen treten trotz der lokalen Anwendung Beschwerden wie Müdigkeit und Erschöpfung auf. In diesem Fall sollte kein Fahrzeug gelenkt oder eine Maschine bedient werden.

Interaktionen

Bisher sind keine Interaktionen bekannt. Falls Müdigkeit auftritt, kann sie von Alkohol und zentral wirksamen Arzneimitteln verstärkt werden.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Überempfindlichkeit, bitterer Geschmack im Mund (Azelastin), Schwindel, nasale Beschwerden und Reizungen, Abgeschlagenheit und Schwäche.

siehe auch

Antihistaminika-Augentropfen, Antihistaminika, Heuschnupfen, Glucocorticoid-Nasensprays, Verabreichen von Nasensprays

Autor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 3.3.2015 geändert.
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