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Schmerzgele Arzneimittelgruppen

Schmerzgele sind Arzneimittel für die äusserliche Behandlung von Schmerzen, Entzündungen und Schwellungen. Sie werden zum Beispiel bei Muskel- und Gelenkschmerzen, nach Sportverletzungen, Überbelastungen, bei einer Arthrose, Arthritis und nach Unfällen aufgetragen. Zu den Wirkstoffen gehören die nicht-steroidalen Entzündungshemmer, ätherische Öle und ihre Bestandteile sowie Pflanzenextrakte. Schmerzgele werden in der Regel zwei- bis mehrmals täglich verabreicht. Sie sind üblicherweise besser verträglich als eine systemische Therapie mit Schmerztabletten. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören lokale Hautreaktionen.

synonym: Schmerzsalben

Produkte

Schmerzgele sind in Apotheken und Drogerien von verschiedenen Anbietern erhältlich.

Struktur und Eigenschaften

Gele bestehen aus gelierten Flüssigkeiten. Sie werden mit geeigneten Quellmitteln (Gelbildnern) hergestellt. Dazu gehören beispielsweise Cellulosen und Stärken. Das Arzneibuch unterscheidet zwischen hydrophilen Gelen und lipophilen Gelen mit einem Fettanteil (Emgele, Lipogele).

Wirkstoffe in Schmerzgelen (Auswahl):

Ätherische Öle und ihre Bestandteile:

Nicotinsäure-Derivate:

NSAR und Salicylate:

Heparine:

Pflanzliche Extrakte und Reinstoffe:

Tierprodukte:

Wirkungen

Schmerzgele haben abhängig von den enthaltenen Wirkstoffen schmerzlindernde, entzündungshemmende, abschwellende, reizende sowie kühlende oder wärmende Eigenschaften. Ihre Effekte beruhen auf der Interaktion mit Rezeptoren, Kanälen und Enzymen im Gewebe. Ein typisches Beispiel sind die NSAR, welche die Biosynthese der Prostaglandine durch Inhibition der Cyclooxygenasen hemmen.

Indikationen

Für die lokale Behandlung von Schmerzen, Entzündungen und Schwellungen, zum Beispiel bei Muskel- und Gelenkschmerzen, Muskelverspannungen, nach Sportverletzungen, bei einer Arthrose, bei einer rheumatoiden Arthritis, Nervenschmerzen, nach Unfällen, bei Sehenerkrankungen und einer Überbelastung.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Gele werden in der Regel zwei- bis mehrmals täglich lokal und äusserlich aufgetragen. Sie sollen nicht überdosiert werden. Die Therapiedauer kann von der Fachinformation begrenzt werden. Eine Okklusion kann die Absorption und die Effekte verstärken. Deshalb werden einige der genannten Wirkstoffe auch in Form eines → Schmerzpflasters angeboten.

Kontraindikationen

Zu den Gegenanzeigen gehören:

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Aufgrund der äusserlichen Anwendung werden Arzneimittel-Wechselwirkungen als unwahrscheinlich angesehen. Mehrere topische Mittel sollen nicht gleichzeitig aufgetragen werden.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören lokale Hautreaktionen wie ein Hautausschlag, ein Ekzem, Rötungen und Juckreiz sowie Überempfindlichkeitsreaktionen. Bei einer unsachgemässen Anwendung können systemische Nebenwirkungen und Interaktionen nicht ausgeschlossen werden.

siehe auch

NSAR, Schmerzpflaster, Ätherische Öle

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 3.7.2020 geändert.
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