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Ohrentropfen Darreichungsformen Zubereitungen zur Anwendung am Ohr

Ohrentropfen sind flüssige Zubereitungen, die zur Anwendung im Gehörgang vorgesehen sind. Sie enthalten einen oder mehrere Wirkstoffe, welche in einer geeigneten Flüssigkeit gelöst, emulgiert oder suspendiert vorliegen können. Typische Anwendungsgebiete von Ohrentropfen sind zum Beispiel Schmerzen, Infektionen, Juckreiz und eine Verlegung mit Ohrenschmalz. Suspensionen müssen direkt vor dem Gebrauch geschüttelt werden. Einige Produkte haben nach dem Anbruch eine begrenzte Haltbarkeit. Ohrentropfen dürfen nicht bei einem perforierten Trommelfell verwendet werden. Mögliche Nebenwirkungen sind allergische Reaktionen und lokale Reaktionen im Gehörgang.

synonym: Otoguttae

Produkte

In der Schweiz sind derzeit nur wenige Ohrentropfen im Handel. Sie werden auch in Apotheken selbst hergestellt.

Struktur und Eigenschaften

Ohrentropfen sind Lösungen, Emulsionen oder Suspensionen mit einem oder mehreren Wirkstoffen in Flüssigkeiten, die zur Anwendung im Gehörgang geeignet sind. Dazu gehören zum Beispiel Wasser, Glycole, Glycerol, Propylenglykol oder fette Öle. Ohrentropfen können auch in Form eines getränkten Tampons im Gehörgang angewandt werden.

Wirkungen

Ohrentropfen haben pflegende, befeuchtende und abhängig von den eingesetzten Wirkstoffen beispielsweise schmerzlindernde, schmerzbetäubende, antiallergische, juckreizlindernde, antiseptische, antibakterielle, entzündungshemmende und pfropfauflösende Eigenschaften.

Anwendungsgebiete

Zu den typischen Anwendungsgebieten von Ohrentropfen gehören:

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Vor der Anwendung sollte bei Risikofaktoren die Intaktheit des Trommelfells mit einem Otoskop überprüft werden.

Einige Tropfen können auch auf einen Watte- oder Gazestreifen gegeben und während 24 Stunden im Ohr belassen werden. Cerumenolytika werden während 20 bis maximal 30 Minuten einwirken gelassen und anschliessend ausgespült.

Einige Ohrentropfen haben nach dem Anbruch eine begrenzte Haltbarkeit.

Wirkstoffe

Die folgende Liste zeigt eine Auswahl von Wirkstoffen, welche in Ohrentropfen enthalten sein können:

Antibiotika:

Antimykotika

Cerumenolytika

Desinfektionsmittel:

Glucocorticoide:

Lokalanästhetika:

Phytopharmaka:

Schmerzmittel (Pyrazolone):

Kontraindikationen

Zu den Gegenanzeigen gehören (Auswahl):

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Unerwünschte Wirkungen

Die unerwünschten Wirkungen sind von den verwendeten Tropfen abhängig. Mögliche Nebenwirkungen sind allergische Reaktionen und lokale Reaktionen im Gehörgang wie Juckreiz, Hautausschlag, Reizungen und Missempfindungen. Systemische Nebenwirkungen sind nicht auszuschliessen. Sie wurden zum Beispiel bei Chinolonen beschrieben.

Einige Wirkstoffe wie beispielsweise Aminoglykoside wie Neomycin und Gentamicin haben ototoxische Eigenschaften und können bei bei einem traumatisierten Trommelfell zu einer Schädigung des Gehörs führen. Vor der Einleitung der Therapie ist eine Otoskopie erforderlich.

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 11.10.2018 geändert.
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