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Haare Anatomie und Histologie

Haare sind Hornfäden, die von Einstülpungen der Epidermis gebildet werden. Sie haben eine wichtige Kommunikations- und Schutzfunktion und sind für die Attraktivität von Bedeutung. Im Unterschied zur Haut wachsen die Haare nicht kontinuierlich, sondern zyklisch.

synonym: Pili

Haaranatomie und -physiologie

Haare sind Hornfäden, die von reagenzglasförmigen Einstülpungen der Epidermis gebildet werden. Der schräg aus der Haut herausragende Anteil wird als Haarschaft bezeichnet. In die Haut eingestülpt und bis zur Subkutis reichend ist der sogenannte Haarfollikel. Zum Haar gehören zusätzlich die Talgdrüsen, die in den Haartrichter münden sowie der Haarmuskel Musculus arrector pili, der das Haar aufrichtet und für die Entstehung einer Gänsehaut bei Kälte oder Emotionen verantwortlich ist. Am unteren Ende des Haars liegt die Haarzwiebel, in welche die Haarpapille aus der Dermis reicht und für die Blutversorgung aus Blutkapillaren verantwortlich ist. Hier wird der Haarschaft von Matrixzellen gebildet. Sie sind mit dem Stratum basale der Epidermis vergleichbar.

Das Haar selbst besteht aus der Cuticula (Schuppenschicht), der Haarrinde (Kortex, Faserschicht) und dem Haarmark (Medulla). Der Haarschaft besteht wie aus toten Zellen mit hartem Keratin, einem Faserprotein mit einem hohen Anteil der Aminosäure Cystein, das auch ein wesentlicher Bestandteil der Epidermis und der Nägel darstellt. Die Haare der Kopfhaut wachsen pro Monat etwa 1 cm. Die Haarfarbe geht auf die Melanine zurück, welche an der Basis von den Melanozyten eingelagert werden. Beim Ergrauen hört diese Einlagerung auf.

Über den ganzen Körper verteilt finden sich etwa fünf Millionen Haarfollikel. Haare haben eine Schutz- und Kommunikationsfunktion, dienen als Sinnesorgan und sind für die Thermoregulation von Bedeutung.

Zyklisches Haarwachstum

Das Haarwachstum ist ein zyklischer Prozess, bei dem jeder Haarfollikel drei Phasen durchläuft. Die grosse Mehrheit der Follikel des Kopfhaars befindet sich in der Wachstumsphase (Anagen), die 2 bis 7 Jahre dauert. Die darauf folgende Rückbildungsphase (Katagen) ist kurz und dauert nur 2 bis 3 Wochen. Am Ende der 2 bis 4 Monate langen Ruhephase (Telogen) wird das Haar abgestossen. Jeden Tag verlieren wir etwa 50-100 von unseren 100'000 Kopfhaaren. Haarwachstum ist asynchron, denn jeder Follikel durchläuft den Zyklus unabhängig von seinen Nachbarfollikeln und deshalb fallen jeden Tag nur wenige Haare und nicht alle zur selben Zeit aus!

HaarausfallHaarprobleme und -erkrankungenMedikamente und Nahrungsergänzungsmittelsiehe auch

Nägel, Haut

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 27.2.2014 geändert.
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