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Diphenhydramin Arzneimittelgruppen Antihistaminika

Diphenhydramin ist ein antiallergischer Wirkstoff aus der Gruppe der Antihistaminika der 1. Generation. Es wird unter anderem gegen Schlafstörungen, zur Behandlung allergischer Erkrankungen, zur Vorbeugung von Reisekrankheit und bei Erkältungskrankheiten angewendet. Müdigkeit ist eine häufige unerwünschte Wirkung.

synonym: Diphenhydraminum, Diphenhydramini hydrochloridum PhEur, Diphenhydraminhydrochlorid

Produkte

Diphenhydramin ist unter anderem in Form von Tabletten, Sirup, Tropfen und Gel im Handel (z.B. Benocten®, Nardyl Schlaf®, Fenipic®, Somnium®). Diphenhydramin ist auch ein Bestandteil des Wirkstoffs Dimenhydrinat (siehe dort).

Struktur und Eigenschaften

Diphenhydramin (C17H21NO, Mr = 255.35 g/mol) liegt in Arzneimitteln als Diphenhydraminhydrochlorid vor, ein weisses, kristallines Pulver, das in Wasser sehr leicht löslich ist.

Wirkungen

Diphenhydramin (ATC D04AA32 , ATC R06AA02 ) hat antihistamine, antiallergische und dämpfende Eigenschaften. Diphenhydramin hemmt auch die Wiederaufnahme von Serotonin. Der SSRI Fluoxetin ist von ihm abgeleitet.

Indikationen

Diphenhydramin wird zur äusserlichen und innerlichen Behandlung von allergischen Erkrankungen, bei juckenden Hauterkrankungen, zur Vorbeugung der Reisekrankheit, bei Erkältungskrankheiten und bei Schlafstörungen eingesetzt.

Kontraindikationen

Orale Anwendung: Diphenhydramin darf nicht bei Überempfindlichkeit, Epilepsie, akutem Asthma, Glaukom, Prostatavergrösserung, Darmobstruktion, Miktionsbeschwerden, bei gleichzeitiger Anwendung von MAO-Hemmern, bei Alkoholmissbrauch und Kindern unter zwei Jahren verabreicht werden. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Andere zentral dämpfende Arzneimittel wie zum Beispiel Alkohol, Schlafmittel, Antidepressiva oder Neuroleptika können die zentralen unerwünschten Wirkungen verstärken. Diphenhydramin darf nicht zusammen mit MAO-Hemmern eingenommen werden.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Müdigkeit, Benommenheit, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Trockenheit der Schleimhäute, Verdauungsstörungen, Verstopfung, Herzkreislaufstörungen, Überempfindlichkeitsreaktionen und Hautstörungen.

siehe auch

Antihistaminika

LiteraturWeitere Informationen

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 14.12.2017 geändert.
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