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Protonenpumpen-Inhibitoren Arzneimittelgruppen

Protonenpumpen-Inhibitoren sind Arzneimittel, welche die Sekretion der Magensäure durch Bindung an die Protonenpumpe in den Belegzellen des Magens hemmen. Sie werden unter anderem bei Geschwüren im Magen und im Darm, bei Sodbrennen, saurem Aufstossen, Dyspepsie und als Magenschutz bei der Einnahme von Schmerzmitteln verwendet. Die Arzneimittel sollen in der Regel eine halbe Stunde vor dem Essen eingenommen werden. PPI werden über CYP450 verstoffwechselt und es sind entsprechende Arzneimittel-Wechselwirkungen möglich. Zu den häufigsten unerwünschten Wirkungen gehören Kopfschmerzen, Schwindel, Verdauungsbeschwerden und Hautauschläge. 

synonym: PPI, Prazole, Protonenpumpen-Hemmer, Säureblocker

Wirkungen

Protonenpumpen-Inhibitoren (PPI) reduzieren die Sekretion von Magensäure, indem sie die Protonenpumpe in den Belegzellen des Magens irreversibel hemmen. Sie wirken nicht lokal aus dem Innern des Magens, sondern werden zunächst im Darm absorbiert und gelangen über den Blutkreislauf zu den Belegzellen. PPI sind Prodrugs und werden erst in den Canaliculi der Belegzellen von der Säure in ihre aktive Form umgewandelt, die kovalent an die Protonenpumpe bindet und sie so hemmt. Die Wirkstoffe sind empfindlich gegenüber Säure und müssen deshalb in magensaftresistenten Darreichungsformen verabreicht werden. Die Hemmung der Magensäuresekretion ist dosisabhängig und die volle Wirkung tritt verzögert innert einiger Tag ein. Die Wirkstoffe haben eine kurze Halbwertszeit, aber aufgrund der kovalenten Bindung eine lange Wirkdauer, weshalb in der Regel eine einmal tägliche Einnahme ausreicht.

IndikationenDosierung

Gemäss der Fachinformation. Es wird empfohlen, die Arzneimittel eine halbe Stunde vor dem Essen einzunehmen. Die maximale Wirkung wird innert einiger Tage erreicht.

Wirkstoffe

Pantoprazol, Omeprazol und Esomeprazol sind in der Schweiz auch ohne ärztliche Verordnung erhältlich (Swissmedic Kategorie C).

Kontraindikationen

Die Arzneimittel sind bei Überempfindlichkeit kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Protonenpumpen-Inhibitoren werden von CYP450 metabolisiert, insbesondere von CYP3A und CYP2C19. Entsprechende Arzneimittel-Wechselwirkungen sind möglich. Der Thrombozytenaggregationshemmer Clopidogrel (Plavix®, Generika) wird von CYP2C19 zum aktiven Metaboliten biotransformiert. PPI, welche CYP2C19 hemmen, können die Wirksamkeit von Clopidogrel reduzieren. Die Anhebung des Magen-pH kann die Absorption anderer Arzneimittel beeinflussen.

Unerwünschte Wirkungen

PPI gelten im Allgemeinen als gut verträglich. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Kopfschmerzen, Schwindel, Verdauungsbeschwerden und Hautauschläge.

siehe auch

Magenbrennen, Picoprazol

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 31.8.2015 geändert.
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