Unsere Vision Team Kontakt Werben SPENDEN Disclaimer Newsletter Twitter Facebook

Magenbrennen Indikationen

Magenbrennen äussert sich in einem unangenehmen Brennen und Schmerzen hinter dem Brustbein und wird oft von saurem Aufstossen begleitet. Bei chronischen Beschwerden liegt ein Rückfluss des sauren Mageninhalts in die Speiseröhre zugrunde, was auf eine Schwäche des unteren Schliessmuskels der Speiseröhre zurückzuführen ist. Der längefristige Kontakt der Schleimhaut mit Säure kann zu einer Entzündung, Gewebeveränderungen und schliesslich zu Speiseröhrenkrebs führen. Zur Behandlung existieren verschiedene Verhaltensempfehlungen. Zu den eingesetzten Arzneimitteln gehören Antazida, Protonenpumpen-Inhibitoren, H2-Rezeptor-Antagonisten und Prokinetika.

synonym: Sodbrennen, Saures Aufstossen, GERD, Reflux, Pyrosis

Symptome

Zu den Leitsymptomen des Magenbrennens gehören ein unangenehmes Brennen hinter den Brustbein und saures Aufstossen. Das Brennen tritt vor allem nach dem Essen auf und die Schmerzen entlang der Speiseröhre können ausstrahlen. Weitere begleitende Beschwerden sind Heiserkeit, Husten, Übelkeit, Schluckbeschwerden, Schlafstörungen, Atemwegsstörungen, ein Fremdkörpergefühl im Hals und Zahnschmelzveränderungen. Bei einem chronischen Verlauf wird von einer gastroösophagalen Refluxkrankheit (GERD) gesprochen. Der häufige Kontakt der Schleimhaut der Speiseröhre mit dem sauren Mageninhalt kann zu Komplikationen wie Entzündung (Refluxösophagitis), Schleimhautveränderungen (Barrett-Ösophagus) und zu Speiseröhrenkrebs führen.

Ursachen

Eine bekannte Ursache der Erkrankung ist der Rückfluss des sauren Mageninhalts in die Speiseröhre, welche auf eine Schwäche oder eine Entspannung des unteren Schliessmuskels der Speiseröhre zurückzuführen ist. Eine Magenübersäuerung liegt in der Regel jedoch nicht zugrunde. Es sind verschiedene Risikofaktoren bekannt, welche die Entstehung von Magenbrennen fördern oder die Beschwerden verschlechtern. Dazu gehören:

Diagnose

Die Diagnose wird in ärztlicher Behandlung unter anderem anhand der klinischen Symptome, der Patientengeschichte, dem Ansprechen auf Medikamente und mit bildgebenden Verfahren (z.B. Magenspiegelung) gestellt. Es wird empfohlen, sich möglichst frühzeitig in ärztliche Behandlung zu begeben, um langfristige Komplikationen zu vermeiden. Bei der Diagnose müssen ähnliche Erkrankungen ausgeschlossen werden, die vergleichbare Beschwerden verursachen. Dazu gehören Magen- und Darmgeschwüre, eine Magenschleimhautentzündung, Magenkrebs, eine Helicobacter-pylori-Infektion und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Nicht-medikamentöse Behandlung

Zur Behandlung werden verschiedene nicht-medikamentöse Massnahmen empfohlen:

Als Mittel der 2. Wahl ist ein chirurgischer Eingriff möglich.

Medikamentöse Behandlung

Antazida neutralisieren die Magensäure und können zusätzlich einen Schutzfilm auf der Schleimhaut bilden. Die Wirkung tritt in der Regel rasch ein, hält aber auch nur kurz an. Bei der Behandlung müssen die möglichen Arzneimittel-Wechselwirkungen beachtet werden. Antazida können die Aufnahme anderer Medikamente in den Körper hemmen und sollen deshalb in einem zeitlichen Abstand verabreicht werden. Zu den eingesetzten Wirkstoffen gehören zum Beispiel:

Protonenpumpen-Inhibitoren hemmen die Sekretion der Magensäure durch Bindung an die Protonenpumpe in den Belegzellen des Magens. Sie sind stark wirksam und sollen in der Regel eine halbe Stunde vor dem Essen eingenommen werden. PPI werden über CYP450 verstoffwechselt und es sind entsprechende Arzneimittel-Wechselwirkungen möglich. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Kopfschmerzen, Schwindel, Verdauungsbeschwerden und Hautauschläge:

H2-Rezeptor-Antagonisten hemmen im Magen die Sekretion von Säure und Pepsin. Die Wirkungen beruhen auf der Bindung an Histamin-H2-Rezeptoren. In der Schweiz ist derzeit nur noch Ranitidin (Zantic®, Generika) im Handel. Die Tabletten werden üblicherweise ein- bis zweimal täglich und unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Verdauungsbeschwerden wie Durchfall, Verstopfung und Übelkeit, Hautausschlag, Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit:

Prokinetika erhöhen den Druck im oberen Schliessmuskels der Speiseröhre, verbessern die Magenbewegungen und beschleunigen die Magenentleerung:

siehe auch

Protonenpumpen-Inhibitoren, Ranitidin, Dyspepsie

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


© PharmaWiki 2007-2018 - PharmaWiki informiert unabhängig und zuverlässig über Medikamente und Gesundheit.
Dieser Artikel wurde zuletzt am 20.10.2016 geändert.
Produkte zu dieser Seite anzeigen