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Schmelzpunkt PharmaWiki

Der Schmelzpunkt ist die charakteristische Temperatur, bei welcher ein Stoff vom festen in den flüssigen Aggregatzustand übergeht. Dabei liegt ein Gleichgewicht von Festkörper und Flüssigkeit vor.

synonym: Schmelztemperatur, Smp, Melting point, Mp

Definition und Eigenschaften

Der Schmelzpunkt ist eine charakteristische Temperatur, bei welcher ein Stoff vom festen in den flüssigen Aggregatzustand übergeht. Bei dieser Temperatur kommen Festkörper und Flüssigkeit in einem Gleichgewicht vor. Ein typisches Beispiel ist Eis, das ab 0 °C schmilzt und zu flüssigem Wasser wird. Der Schmelzpunkt ist leicht vom Luftdruck abhängig, weshalb eine Druckangabe erforderlich ist.

Er kann durch die Zugabe von anderen Substanzen und durch Verunreinigungen beeinflusst werden. So wird beispielsweise der Schmelzpunkt von Eis durch Natriumchlorid oder Ethanol gesenkt. Man spricht von einer Schmelzpunkterniedrigung.

Viele Substanzen zersetzen sich oder verbrennen beim Erhitzen, zum Beispiel organische Moleküle wie Zucker (Saccharose). Einige gehen auch direkt in die Gasphase über (Sublimation). Und Stoffgemische wie beispielsweise Naturstoffe (z.B. Wachse, Fette) schmelzen in einem bestimmten Temperaturbereich und nicht bei einer definierten Temperatur.

Der Schmelzpunkt stimmt häufig, aber nicht immer, mit dem Gefrierpunkt (Erstarrungspunkt) überein. Einige Flüssigkeiten können unterkühlt werden und zum Beispiel beim Kontakt mit einem Kristallisationskeim in Sekundenschnelle erstarren („Supercooling“).

Der Schmelzpunkt ist umso höher, je stärker die Bindungskräfte zwischen den Teilchen oder Molekülen im Festkörper sind. So hat beispielsweise Natriumchlorid (Kochsalz) aufgrund der starken ionischen Bindungen im Kristall einen hohen Schmelzpunkt von 801 °C. Wasser hat einen tieferen Schmelzpunkt, weil die Stärke der intermolekularen Wechselwirkungen (Wasserstoffbrücken) geringer ist.

Aggregatzustände, zum Vergrössern anklicken. Illustration © PharmaWiki

Anwendungsgebiete

Der Schmelzpunkt wird unter anderem in der Analytik, zur Identifikation, Charakterisierung und für die Qualitätssicherung verwendet.

Beispiele

Schmelzpunkt ausgewählter Substanzen bei Normaldruck:

siehe auch

Siedepunkt, Aggregatzustände

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 8.1.2020 geändert.
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