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Galantamin Arzneimittelgruppen Cholinesterase-Hemmer

Galantamin ist ein Wirkstoff pflanzlicher Herkunft aus der Gruppe der Cholinesterase-Hemmer. Durch Inhibition des Enzyms Acetylcholinesterase im Gehirn führt es zu einer Erhöhung von Acetylcholin und zu einer Verbesserung der Symptomatik bei der Alzheimer-Erkrankung. Die Kapseln werden einmal täglich mit dem Frühstück verabreicht. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Übelkeit und Erbrechen.

synonym: Galantaminum, Galantamini hydrobromidum, Galantaminhydrobromid, Galanthamin

Produkte

Galantamin ist in Form retardierter Kapseln im Handel (Reminyl® Prolonged Release, Generika). Es ist in der Schweiz seit dem Jahr 2000 zugelassen. Im Jahr 2014 kamen Generika in den Verkauf.

Struktur und Eigenschaften

Galantamin (C17H21NO3, Mr = 287.4 g/mol) ist ein Alkaloid, das unter anderem im Kaukasischen Schneeglöckchen vorkommt und heute synthetisch hergestellt wird. In Arzneimitteln liegt es als Galantaminhydrobromid vor, ein weisses Pulver, das in Wasser wenig löslich ist.

Wirkungen

Galantamin (ATC N06DA04 ) ist ein selektiver, kompetitiver und reversibler Inhibitor der Acetylcholinesterase. Es ist indirekt parasympathomimetisch (cholinerg) und verbessert so die Symptome der Alzheimer-Erkrankung. Es soll zudem die Neurotransmission verbessern, indem es nicotinische Acetylcholinrezeptoren allosterisch moduliert.

Indikationen

Symptomatische Behandlung von Patienten mit leichter bis mittelschwerer Demenz vom Alzheimer-Typ.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die retardierten Kapseln werden einmal täglich morgens mit dem Frühstück eingenommen.

Kontraindikationen

Galantamin ist bei Überempfindlichkeit und bei schwerer Nieren- und Leberinsuffizienz kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Galantamin wird von CYP2D6 und CYP3A4 metabolisiert. Entsprechende Interaktionen sind möglich. Arzneimittel-Wechselwirkungen können ferner mit Parasympathomimetika, Parasympatholytika, Digoxin, Betablockern und Muskelrelaxantien auftreten.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Übelkeit und Erbrechen. Weitere häufige Nebenwirkungen sind Appetitabnahme, langsamer Puls, Halluzinationen, Depression, hoher Blutdruck, Muskelkrämpfe, Sturz, Müdigkeit, Schwäche, Unwohlsein, Synkope, Schwindel, Tremor, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Lethargie, Bauchschmerzen, Durchfall, Dyspepsie und vermehrtes Schwitzen.

siehe auch

Cholinesterase-Hemmer, Alzheimer

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 7.4.2017 geändert.
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