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Dihydrocodein Arzneimittelgruppen Opioide

Dihydrocodein ist ein schmerzlindernder und hustenreizstillender Wirkstoff aus der Gruppe der Opioide zur Behandlung von Schmerzen und Reizhusten. Die Wirkungen beruhen auf der Bindung an Opioidrezeptoren. Dihydrocodein darf nicht zusammen mit MAO-Hemmern verabreicht werden. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schläfrigkeit, Hautausschlag und Juckreiz. Wie andere Opioide kann auch Dihydrocodein als Rauschmittel missbraucht werden und abhängig machen.

synonym: Dihydrocodeinum, Dihydrocodeini hydrochloridum, Dihydrocodeini tartras PhEur, Dihydrocodeini thiocyanas

Produkte

Dihydrocodein ist in Form von Retardtabletten, Tropfen und als Sirup im Handel (Codicontin®, Paracodin®, Escotussin®, Makatussin® Sirup). Es ist in der Schweiz seit 1957 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Dihydrocodein (C18H23NO3, Mr = 301.4 g/mol) ist ein hydrogeniertes Derivat von Codein. Es liegt in Arzneimitteln als Dihydrocodeinthiocyanat, Dihydrocodeinhydrochlorid oder Dihydrocodeintartrat vor. Dihydrocodeintartrat ist ein weisses, kristallines Pulver, das in Wasser leicht löslich ist und einen bitteren Geschmack hat.

Wirkungen

Dihydrocodein (ATC N02AA08 ) ist zentral schmerzstillend und hustenreizlindernd. Die Wirkungen beruhen auf der Bindung an Opioidrezeptoren. Dihydrocodein hat eine stärkere Wirkung als Codein.

Indikationen

Zur Behandlung von Schmerzen oder Reizhusten.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation.

Kontraindikationen

Dihydrocodein ist bei Überempfindlichkeit, Ateminsuffizienz, Koma, Pankreatitis und Lebererkrankungen kontraindiziert. Eine gleichzeitig Behandlung mit MAO-Hemmern ist nicht angezeigt. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Dihydrocodein wird unter anderem von CYP2D6 metabolisiert. Entsprechende Interaktionen sind möglich. Weitere Arzneimittel-Wechselwirkungen können mit Alkohol, zentral dämpfenden Arzneimitteln, Cimetidin, MAO-Hemmern, Opioid-Antagonisten, Morphin, Sildenafil, Antitussiva und Expektorantien auftreten.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Verdauungsbeschwerden wie Bauchschmerzen, Verstopfung, Mundtrockenheit, Übelkeit und Erbrechen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schläfrigkeit, Hautausschlag und Juckreiz. Wie andere Opioide kann auch Dihydrocodein als Rauschmittel missbraucht werden und abhängig machen.

siehe auch

Codein, Opioide

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 5.4.2017 geändert.
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