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Hypermenorrhö Indikationen

Als Hypermenorrhö wird eine übermässig starke Regelblutung bezeichnet. Es ist ein häufiger Wechsel der Tampons und Slipeinlagen erforderlich, wobei ein einzelnes Produkt zum Auffangen des Blutes nicht ausreicht. Es gehen Blutklumpen ab und die Unterwäsche und die Kleidung sind oft durchfeuchtet. Die Hypermenorrhö ist belastend, senkt die Lebensqualität und kann zu einer Anämie mit Beschwerden wie Müdigkeit und Kopfschmerzen führen. Es gibt mehrere unterschiedliche Ursachen und eine Abklärung ist wichtig. Für die medikamentöse Behandlung werden unter anderem Eisen, NSAR wie die Mefenaminsäure, Gestagene wie Progesteron und Levonorgestrel sowie die Tranexamsäure eingesetzt. Es ist auch ein operativer Eingriff möglich.

synonym: Hypermenorrhoe, Starke Regelblutung, Heavy menstrual bleeding, HMB, Menorrhagie

Symptome

Die Hypermenorrhö lässt sich wie folgt beschreiben:

Die Hypermenorrhö ist für die betroffenen Frauen eine Belastung, senkt die Lebensqualität und schränkt die täglichen Aktivitäten ein. Eine häufige Komplikation ist eine Anämie (Blutarmut), die unter anderem zu Kopfschmerzen, Müdigkeit, blasser Haut und einer reduzierten Leistungsfähigkeit führt.

Ursachen

Eine mögliche Ursache der Hypermenorrhö ist das fehlende Gleichgewicht der Sexualhormone, zum Beispiel eine ungenügende Sekretion von Progesteron. Dies zum Beispiel im Zusammenhang mit den Wechseljahren. Daneben gibt es zahlreiche weitere mögliche Auslöser, zum Beispiel Ovulationsstörungen, das polyzystische Ovarialsyndrom, Polypen, Uterusmyome, eine Adenomyose, Krebserkrankungen wie ein Endometriumkarzinom, eine Fehlgeburt, Infektionskrankheiten, eine Blutungsneigung (Hämophilie) oder Arzneimittel wie Kontrazeptiva, Krebsmedikamente und Antithrombotika.

Häufig kann in der Praxis keine konkrete Ursache festgestellt werden. Eine genaue Abklärung ist dennoch wichtig.

Diagnose

Die Diagnose wird in frauenärztlicher Behandlung anhand der Anamnese (Befragung), der körperlichen Untersuchung, mit bildgebenden Verfahren, einem Abstrich, einer Biopsie und Labormethoden gestellt.

Nicht medikamentöse Behandlung

Mit verschiedenen lokalen Eingriffen kann die übermässige Blutung reduziert werden, zum Beispiel mit einer Endometriumablation, also einer Abtragung der Gebärmutterschleimhaut. Falls kein Kinderwunsch mehr vorhanden ist, kann als letztes Mittel auch eine Gebärmutterentfernung in Betracht gezogen werden.

Medikamentöse Behandlung

Die Behandlung ist von der Ursache abhängig.

Eisen:

Schmerzmittel und Spasmolytika:

Sexualhormone:

Antifibrinolytika:

GnRH-Analoge und GnRH-Antagonisten:

siehe auch

Eisen, Eisenmangel, Anämie, Gestagene

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Der Autor dieses Artikels ist Dr. Alexander Vögtli. Dieser Artikel wurde zuletzt am 4.4.2026 geändert.
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