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Benazepril Arzneimittelgruppen ACE-Hemmer

Benazepril ist ein blutdrucksenkender Wirkstoff aus der Gruppe der ACE-Hemmer, der zur Behandlung von Bluthochdruck und einer Herzinsuffizienz eingesetzt wird. Die Wirkungen beruhen auf der Hemmung des Angiotensin Converting Enzymes (ACE) und der Hemmung der Bildung von Angiotensin II. Das Arzneimittel wird ein- bis zweimal täglich unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Husten, Atemwegsinfektionen, Hautausschlag, Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, orthostatische Beschwerden, fühlbare Herzschläge, Harndrang und Verdauungsbeschwerden.

synonym: Benazeprilum, Benazeprili hydrochloridum, Benazeprilhydrochlorid

Produkte

Benazepril ist in Form von Filmtabletten im Handel (Cibacen®). Es war auch als Fixkombination mit Hydrochlorothiazid erhältlich (Cibadrex®, ausser Handel). Benazepril ist in der Schweiz seit 1990 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Benazepril (C24H28N2O5, Mr = 424.5 g/mol) liegt in Arzneimitteln als Benazeprilhydrochlorid vor, ein weisses, kristallines Pulver, das in Wasser löslich ist. Das Peptidomimetikum ist ein Prodrug und wird im Körper zum aktiven Wirkstoff Benazeprilat hydrolysiert.

Wirkungen

Benazepril (ATC C09AA07 ) hat blutdrucksenkende Eigenschaften und entlastet das Herz (Vor- und Nachlast). Die Wirkungen beruhen auf der Hemmung der Bildung von Angiotensin II aus Angiotensin I durch Hemmung des Angiotensin Converting Enzyme (ACE). Benazepril hebt somit die Effekte von Antiogensin II auf.

Indikationen

Zur Behandlung des Bluthochdrucks und als Zusatzbehandlung der Herzinsuffizienz. Als Tierarzneimittel wird Benazepril zur Behandlung der Herzinsuffizienz beim Hund und der chronischen Niereninsuffizienz der Katze eingesetzt.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Das Arzneimittel wird ein- oder zweimal täglich unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Arzneimittel-Wechselwirkungen sind unter anderem mit Diuretika, Lithium, Indometacin, Antidiabetika und Gold beobachtet worden. Kaliumsupplemente und kaliumsparende Diuretika können das Risiko für eine Hyperkaliämie erhöhen.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Husten, Atemwegsinfektionen, Hautausschlag, Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, orthostatische Beschwerden, fühlbare Herzschläge, Harndrang und Verdauungsbeschwerden. Weitere möglichen Nebenwirkungen sind Überempfindlichkeitsreaktionen, ein Angioödem und eine Hyperkaliämie.

siehe auch

ACE-Hemmer

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 20.10.2017 geändert.
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