Vision Autor SPENDEN ♥ Newsletter

Anpassungsstörung Indikationen

Zu den Beschwerden im Zusammenhang mit einer Anpassungsstörung gehören Angst, Unruhe, eine depressive Verstimmung, Verhaltensveränderungen und psychosomatische Störungen wie Bauchschmerzen und Herzklopfen. Sie entsteht als Folge eines belastenden Lebensereignisses wie einer Trennung, einem Todesfall oder einer Kündigung. Die Symptome gehen dabei über das normale Ausmass hinaus und beeinträchtigen die Betroffenen, klingen aber innert etwa 6 Monaten wieder ab. Für die Behandlung können unter anderem Gespräche mit einer Fachperson, Psychopharmaka und Phytopharmaka empfohlen werden.

synonym: Adjustment disorder, AD

Symptome

Zu den möglichen Beschwerden im Zusammenhang mit einer Anpassungsstörung gehören:

Anpassungsstörungen beeinträchtigen die sozialen und beruflichen Tätigkeiten und stellen ein Risiko für einen Rauschmittelmissbrauch und Suizidgedanken dar. Sie kommen auch bei Kindern und Jugendlichen vor und können eine Erklärung für emotionale Probleme und Verhaltensveränderungen nach einer Belastung sein.

Ursachen

Eine Anpassungsstörung entsteht als Reaktion auf ein belastendes Lebensereignis. Sie kann zum Beispiel von Konflikten, einer Trennung, Beziehungsproblemen, einem Todesfall, persönlichen Tragödien, finanziellen Problemen, einer Kündigung oder schulischen Problemen ausgelöst werden. Aber auch vom Schulbeginn, einer Geburt oder einer Pensionierung. Per Definition ist der Auslöser nicht katastrophal. Die Betroffenen verfügen über unzureichende Ressourcen, um die Belastung akut zu kompensieren. Es liegt eine individuelle Vulnerabilität vor.

Entstehung der Anpassungsstörung, zum Vergrössern anklicken. Illustration © PharmaWiki

Diagnose

Die Diagnose wird in ärztlicher oder psychiatrischer Behandlung gestellt. Es stehen strukturierte Fragebögen zur Verfügung. Die Störung tritt innert eines Monats nach dem Stressor auf. Sie ist bei einem akuten Verlauf vorübergehend und klingt im Unterschied zu schweren psychiatrischen Erkrankungen nach spätestens etwa sechs Monaten wieder ab. Definitionsgemäss sind das Ausmass und die Beeinträchtigung schwerer als bei einer gewöhnlichen Reaktion in diesem Zusammenhang. Natürlich ist der Übergang fliessend und normale Emotionen sollen nicht medikalisiert und pathologisiert werden. Umgekehrt wiegt die Anpassungsstörung weniger schwer als die posttraumatische Belastungsstörung.

Nicht medikamentöse BehandlungMedikamentöse Behandlung

Für die medikamentöse Behandlung können Psychopharmaka wie die Antidepressiva (z.B. SSRI), Anxiolytika und Schlafmittel verabreicht werden. Dabei muss das Abhängigkeits- und Missbrauchspotenzial einiger Wirkstoffe beachtet werden, insbesondere der Benzodiazepine und der Z-Drugs.

Es stehen auch Phytopharmaka wie beispielsweise Lavendelöl-Kapseln, Passionsblumen- oder Johanniskrautextrakte zur Verfügung. Adaptogene wie Rosenwurz, Ashwagandha und Ginseng können die Stressresistenz erhöhen.

siehe auch

Stress, Psychopharmaka, Adaptogene

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


© PharmaWiki 2007-2026
Der Autor dieses Artikels ist Dr. Alexander Vögtli. Dieser Artikel wurde zuletzt am 6.3.2026 geändert.
Impressum und Datenschutzerklärung
Produkte zu dieser Seite anzeigen