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Minocyclin Arzneimittelgruppen Antibiotika Tetrazykline

Minocyclin ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Tetrazykline mit antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften. Es ist in der Schweiz zur oralen Behandlung der Akne zugelassen. Die Tabletten oder Kapseln werden morgens und abends nüchtern und mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen. Die Therapiedauer beträgt vier bis sechs Wochen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Müdigkeit, Schwindel, Benommenheit, Dämpfung, allergische Hautreaktionen und Juckreiz. Tetrazykline können die Haut für Sonne empfindlich machen und selten sind schwere Nebenwirkungen möglich.

synonym: Minocyclinum, Minocyclini hydrochloridum PhEur, Minocyclinhydrochlorid

Produkte

Minocyclin ist in Form von Filmtabletten im Handel (Minocin®). Es ist in der Schweiz seit 1984 zugelassen. Die Minac®-Kapseln sind ausser Handel.

Struktur und Eigenschaften

Minocylcin (C23H27N3O7, Mr = 457.5 g/mol) liegt in Arzneimitteln als Minocyclinhydrochlorid vor, ein gelbes, kristallines, hygroskopisches Pulver, das in Wasser wenig löslich ist.

Wirkungen

Minocyclin (ATC J01AA08 ) hat antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften. Die Wirkungen beruhen auf der Hemmung der bakteriellen Proteinsynthese durch die reversible Blockade der Bindungsstelle an der 30S-Untereinheit der Ribosomen.

Indikationen

Zur Behandlung der Akne (Acne vulgaris). Minocyclin wird wie Doxycyclin auch zur Behandlung der Rosazea eingesetzt, ist dazu in der Schweiz aber nicht zugelassen. Es ist nicht zur Behandlung von Infektionskrankheiten registriert.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Das Arzneimittel wird üblicherweise morgens und abends nüchtern und mit ausreichend Flüssigkeit über vier bis sechs Wochen eingenommen. Bei einer Unverträglichkeit ist auch eine Einnahme mit den Mahlzeiten möglich, wodurch die Aufnahme in den Körper allerdings um bis zu 20% reduziert wird.

Kontraindikationen

Minocyclin ist bei Überempfindlichkeit, während der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Kinder unter 8 Jahren und schweren Leberfunktionsstörungen kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Einige Medikamente können die Absorption von Minocyclin verringern. Dazu gehören Antazida, Multivitaminpräparate, Calcium, Magnesium, Eisen und Colestyramin. Sie sollen nicht gleichzeitig verabreicht werden. Weitere Interaktionen sind mit anderen Antibiotika, leber- und nierentoxischen Wirkstoffen, Antikoagulantien, Barbituraten, Antiepileptika, Kontrazeptiva und Isotretinoin möglich.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Müdigkeit, Schwindel, Benommenheit, Dämpfung, allergische Hautreaktionen und Juckreiz. Tetrazykline können die Haut für Sonne empfindlich machen. Deshalb soll eine starke Sonnenbestrahlung vermieden werden und für einen guten Sonnenschutz gesorgt werden. Selten sind schwere Nebenwirkungen wie Organpigmentierungen, Blutbildveränderungen, Drucksteigerung im Schädel, Leber- und Nierenstörungen und Überempfindlichkeitsreaktionen möglich.

siehe auch

Tetrazykline, Akne

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 11.2.2018 geändert.
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