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Magnesium Arzneimittelgruppen Mineralstoffe

Magnesium ist ein essentieller Mineralstoff mit muskelentspannenden, abführenden und antiarrhythmischen Eigenschaften, der als Cofaktor zahlreicher Enzyme wirksam ist. Magnesium wird unter anderem bei Mangelzuständen, bei einem erhöhten Bedarf und bei Wadenkrämpfen eingenommen. Daneben existieren zahlreiche weitere Anwendungsgebiete. Bei der gleichzeitigen Einnahme anderer Arzneimittel ist Vorsicht geboten, weil Magnesium deren Aufnahme in den Körper reduzieren kann. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören ein weicher Stuhl und Durchfall.

synonym: Mg

Produkte

Magnesium ist zahlreichen Arzneimitteln enthalten und unter anderem in Form von Tabletten, Brausetabletten, Kautabletten, Lutschtabletten, Kapseln, Direktgranulat, als Pulver, Injektionslösung und Granulat erhältlich.

Struktur und Eigenschaften

Magnesium (Mg) liegt in Form verschiedener Salze und Verbindungen vor, z.B. als Magnesiumchlorid, Magnesiumgluconat, Magnesiumcitrat, Magnesiumaspartat, Magnesiumglutamat, Magnesiumglycerophosphat und Magnesiumorotat. Die Salze unterscheiden sich unter anderem in der Wasserlöslichkeit, der Bioverfügbarkeit und dem Anteil an elementarem Magnesium, den sie enthalten. Es wird auch zwischen organischem (mit Kohlenstoff) und anorganischem Magnesium (z.B. Magnesiumchlorid) unterschieden.

Ausführliche Informationen finden Sie unter dem Artikel → Organisches Magnesium.

Wirkungen

Magnesium (ATC A12CC ) hat unter anderem muskelentspannende, abführende, teilweise gefässerweiternde und antiarrhythmische Eigenschaften. Es ist ein Cofaktor von hunderten von Enzymen, ein physiologischer Calcium-Antagonist und es reduziert die Acetylcholinfreisetzung am Skelettmuskel.

Magnesium kommt beim Menschen vor allem im Knochen, in den Zähnen, in der Muskulatur und in den Zellen vor. Es ist an der Mineralisation des Knochens, an der Muskelentspannung, der Energiegewinnung und der Signalübertragung im Gehirn beteiligt.

Ein klinisch manifester Magnesiummangel kann schwere Beschwerden verursachen. Dazu gehören Muskelkrämpfe, Muskelzuckungen, Herzrhythmusstörungen, eine halbseitige Lähmung, Schwindel und ein Delirium. Zu den möglichen Ursachen gehören eine übermässige Ausscheidung über den Verdauungstrakt und die Niere. Protonenpumpeninhibitoren (PPI) und Diuretika können einen Magnesiummangel auslösen.

Anwendungsgebiete

Zu den möglichen Anwendungsgebieten gehören (Auswahl):

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Arzneimittel werden je nach Indikation und Arzneiform zwischen ein- bis viermal täglich eingenommen. Es existieren Produkte, die nur einmal täglich verabreicht werden müssen. Der Tagesbedarf für Erwachsene liegt zwischen 300 bis 400 mg Mg2+.

Kontraindikationen

Magnesium ist kontraindiziert bei:

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Magnesium kann die Absorption und damit die Bioverfügbarkeit anderer Arzneimittel reduzieren. Dazu gehören Eisen und Tetrazykline. Es soll daher nicht gleichzeitig mit diesen Medikamenten verabreicht werden.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen weiche Stühle und Durchfall. Durch eine Dosisreduktion können diese Nebenwirkungen reduziert werden.

siehe auch

Organisches Magnesium

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 26.8.2017 geändert.
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