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Safran Phytopharmaka Drogenliste

Als Safran werden die getrockneten Narben der Blüten von Crocus sativus aus der Familie der Schwertliliengewächse bezeichnet. Safran enthält Carotinoide wie Crocin und Crocetin und den Monoterpenaldehyd Safranal. Er wird zum Beispiel im Iran grossflächig angebaut und als teures Gewürz verkauft. Safran hat antidepressive und antitumorale Eigenschaften gezeigt und wird für die Behandlung von Depressionen und Krebserkrankungen untersucht. Eine Überdosis im Grammbereich ist giftig und kann bei Schwangeren zu einer Fehlgeburt führen.

synonym: Crocus sativus, Saffron

Produkte

Safran ist als teures Gewürz in Form von Fäden oder als Pulver im Handel. Safranextrakt ist in Nahrungsergänzungsmitteln enthalten.

Stammpflanze

Der Safran Crocus sativus L. aus der Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae) ist eine ganzjährige Pflanze, die zum Beispiel im Iran und im Mittelmeerraum grossflächig angebaut wird. In der Schweiz wird er seit Jahrhunderten in Mund im Kanton Wallis kultiviert.

Arzneidroge

Als Arzneidroge und Gewürz werden die getrockneten Narben der Blüte verwendet (Croci stigma).

Die ganzen Safranblüten werden im Herbst im Verlauf des Morgens geerntet, solange sie geöffnet sind. Die Narben werden anschliessend aufwändig von Hand aus den Blüten entnommen. Für 1 kg Safran werden gemäss der Literatur zwischen 130'000 bis 200'000 Blüten benötigt (!)

Safran hat einen bitteren Geschmack, einen aromatischen Geruch und eine rote Farbe. Wird er in warmes Wasser eingelegt, ensteht eine gelbe bis orange Lösung. Bitter ist er vor allem, solange er nicht getrocknet wurde.

Die Qualität ist sehr unterschiedlich und Safran und Fälschungen sind häufig. Sie werden mit natürlichen und künstlichen Farbstoffen hergestellt.

Inhaltsstoffe

Zu den Inhaltsstoffen des Safran gehören:

Wirkungen

Safran hat in Untersuchungen unter anderem antidepressive, entzündungshemmende, antioxidative, antitumorale und krampflösende Eigenschaften gezeigt.

Anwendungsgebiete

Medizin:

Lebensmittel:

Textilien:

Kontraindikationen

Eine vollständige Liste der Vorsichtsmassnahmen liegt uns nicht vor.

Unerwünschte Wirkungen

In Studien wurde unter anderem über einen verstärkten Appetit, Angst, Übelkeit und Kopfschmerzen berichtet. Geringe Dosen scheinen sicher zu sein.

Eine Überdosis Safran ist toxisch. Zu den Vergiftungssymptomen gehören Übelkeit, Durchfall, Blutungen und Schwindel. Sie stimuliert bei Schwangeren die Uteruskontraktionen und kann zu Frühgeburt führen. Die letale Dosis liegt bei etwa 20 g.

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 12.8.2020 geändert.
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