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Hydroxyzin Arzneimittelgruppen Antihistaminika

Hydroxyzin ist ein antiallergischer Wirkstoff aus der Gruppe der Antihistaminika der 1. Generation mit beruhigenden Eigenschaften. Es wird zur Behandlung von Angst- und Spannungszuständen und bei allergischen Erkrankungen eingesetzt. Die Tabletten werden in der Regel ein- bis zweimal täglich eingenommen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Dämpfung und Mundtrockenheit. Hydroxyzin ist weniger selektiv als moderne Antihistaminika der 2. Generation.

synonym: Hydroxyzinum, Hydroxizin, Hydroxyzini hydrochloridum PhEur, Hydroxyzindihydrochlorid

Produkte

Hydroxyzin ist in Form von Filmtabletten und als Sirup im Handel (Atarax®). Es ist in der Schweiz seit 1956 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Hydroxyzin (C21H27ClN2O2, Mr = 374.9 g/mol) ist ein Piperazinderivat. Es liegt in Arzneimitteln als Hydroxyzinhydrochlorid vor, ein weisses, kristallines Pulver, das in Wasser leicht löslich ist. Es wird im Organismus unter anderem zum Hauptmetaboliten Cetirizin oxidiert, das ebenfalls im Handel ist (Zyrtec®, Generika).

Wirkungen

Hydroxyzin (ATC N05BB01 ) hat beruhigende, dämpfende, angstlösende, antihistamine, anticholinerge, krampflösende, antiemetische und antiallergische Eigenschaften. Die Wirkungen beruhen unter anderem auf dem Antagonismus an Histamin-H1-Rezeptoren und den anticholinergen Eigenschaften. Es handelt sich um ein unselektives Antihistaminikum der 1. Generation.

Indikationen

Zur Behandlung psychovegetativer Störungen (wie Übererregbarkeit, Spannung, Nervosität, Schlaflosigkeit, Erwartungsangst), allergischer Erkrankungen und als Beruhigungsmittel vor chirurgischen Eingriffen.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Tabletten werde in der Regel morgens und abends eingenommen.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Hydroxyzin wird von CYP3A und der Alkohol-Dehydrogenase metabolisiert und ist ein Hemmer von CYP2D6. Arzneimittel-Wechselwirkungen sind unter anderem mit Alkohol, zentral dämpfenden Arzneimitteln, MAO-Hemmern, Antihypertensiva, Betahistin, Parasympathomimetika, Adrenalin, Phenytoin und Cimetidin möglich.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Dämpfung und Mundtrockenheit. Hydroxyzin ist weniger selektiv als moderne Antihistaminika der zweiten Generation und kann deshalb mehr Nebenwirkungen verursachen.

siehe auch

Antihistaminika, Cetirizin

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 27.1.2016 geändert.
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