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Chloroquin Arzneimittelgruppen Malariamittel

Chloroquin ist ein antiparasitärer und blutschizontozider Wirkstoff aus der Gruppe der Malariamittel für die Vorbeugung und Behandlung der Malaria. Die Effekte beruhen auf der Hemmung der Kristallisierung von Hämozoin, einem Abbauprodukt von Häm. Chloroquin wird auch bei rheumatischen Erkrankungen verabreicht. Die Tabletten sollen nach dem Essen eingenommen werden. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Juckreiz, Sehstörungen und Schlaflosigkeit. Chloroquin hat eine lange Halbwertszeit von bis zu 60 Tagen. Es ist in hohen Dosen toxisch und kann zu lebensgefährlichen Vergiftungen führen.

synonym: Chloroquinum, Chloroquini sulfas PhEur, Chloroquinsulfat, Chloroquini phosphas PhEur, Chloroquinphosphat

Produkte

Chloroquin war in Form von Tabletten im Handel (Nivaquine®). Es war in der Schweiz seit 1953 zugelassen. Der Vertrieb wurde im Jahr 2019 eingestellt. Synthetisiert wurde es erstmals im Jahr 1934 von Hans Andersag bei Bayer in Elberfeld (I.G. Farbenindustrie).

Struktur und Eigenschaften

Chloroquin (C18H26ClN3, Mr = 319.9 g/mol) ist ein chloriertes 4-Aminochinolin-Derivat und ein Racemat, das mit Chinin verwandt ist. Es liegt im Arzneimittel als Chloroquinsulfat vor vor, ein weisses, kristallines Pulver, die in Wasser leicht löslich ist. Es kann in Medikamenten auch als Chloroquinphosphat enthalten sein.

Wirkungen

Chloroquin (ATC P01BA01 ) hat antiparasitäre und blutschizontozide Eigenschaften. Es ist gegen die erythrozytären, nicht aber gegen die exoerythrozytären Formen der Erreger wirksam. Die Effekte beruhen auf der Hemmung der Kristallisierung von Hämozoin, einem Abbauprodukt des für den Parasiten toxischen Häms. Chloroquin hat eine lange Halbwertszeit von bis zu 60 Tagen.

IndikationenDosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Tabletten sollen nach dem Essen eingenommen werden.

Missbrauch

Chloroquin wurde aufgrund seiner Toxizität in hohen Dosen für Suizide missbraucht.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Juckreiz, Sehstörungen und Schlaflosigkeit. Chloroquin ist in hohen Dosen toxisch. Eine Überdosierung kann zu einem tödlichen Ausgang führen. Ein Problem stellen die möglichen Resistenzen dar.

siehe auch

Malaria, Malariamittel, Rheumatoide Arthritis

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 7.4.2019 geändert.
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