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Nahrungsergänzungsmittel Lebensmittel

Nahrungsergänzungsmittel sind Speziallebensmittel, die Vitamine, Mineralstoffe oder sonstige Stoffe mit ernährungsspezifischer oder physiologischer Wirkung in konzentrierter Form enthalten. Sie werden zur Ergänzung der Ernährung eingenommen. Dazu gehören beispielsweise Kapseln, Tabletten oder Pulver mit Vitamin C, mit Calcium, Lysin, Glucosamin oder Probiotika. Nahrungsergänzungsmittel sind keine Arzneimittel, sind aber oft im Grenzbereich zwischen Lebensmitteln und Medikamenten angesiedelt. Die Angabe gesundheitsbezogener Angaben wird vom Gesetzgeber detailliert vorgegeben.

synonym: Nahrungsmittelergänzung

Definition

Nahrungsergänzungsmittel werden in der Schweiz gesetzlich von der Verordnung des EDI über Speziallebensmittel geregelt. Sie gehören zu den Speziallebensmitteln und werden wie folgt definiert:

„Nahrungsergänzungsmittel sind Erzeugnisse, die Vitamine, Mineralstoffe oder sonstige Stoffe mit ernährungsspezifischer oder physiologischer Wirkung in konzentrierter Form enthalten und zur Ergänzung der Ernährung mit diesen Stoffen dienen.“

Nahrungsergänzungsmittel kommen in Darreichungsformen wie Kapseln, Tabletten, Flüssigkeiten oder als Pulver in den Verkauf. Die Verordnung regelt die zulässigen minimalen und maximalen Tagesdosen und in welcher Form die Stoffe vorliegen dürfen.

Beispiele

Nahrungsergänzungsmittel können die folgenden Stoffe enthalten (Auswahl):

So können beispielsweise Magnesium-Brausetabletten oder Glucosamin-Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel vertrieben werden.

Abgrenzung von Arzneimitteln

Nahrungsergänzungsmittel gehören zu Lebensmitteln und sind keine Arzneimittel. Das Lebensmittelgesetz stellt bereits in Artikel 3 fest, dass Nahrungsmittel nicht als Heilmittel angepriesen werden dürfen.

Arzneimittel sind Produkte chemischen oder biologischen Ursprungs, die zur medizinischen Einwirkung auf den menschlichen oder tierischen Organismus bestimmt sind. Sie werden zur Erkennung, Verhütung oder Behandlung von Krankheiten, Verletzungen und Behinderungen eingesetzt.

Gesundheitsbezogene Angaben (Health Claims) zu Nahrungsergänzungsmitteln werden von der Verordnung des EDI über die Kennzeichnung und Anpreisung von Lebensmitteln im Detail im Anhang 8 geregelt. So darf beispielsweise Eisen wie folgt umschrieben werden (Auswahl):

Eisen trägt zur normalen Bildung von roten Blutkörperchen und Hämoglobin bei. Eisen trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.“

Gesundheitsbezogene Angaben, die nicht im Anhang der Verordnung aufgeführt sind, bedürfen einer Bewilligung.

Nahrungsergänzungsmittel enthalten keine Packungsbeilagen und liefern deshalb nur unvollständige Angaben zu Eigenschaften, Wirkungen, Wechselwirkungen und unerwünschten Wirkungen.

Sie sind oft im Grenzbereich zwischen Lebensmitteln und Medikamenten angesiedelt. So wird beispielsweise Lysin zur Vorbeugung von Fieberbläschen und Methionin zur Vorbeugung einer Blasenentzündung eingenommen. Faktisch handelt es sich dabei um eine medizinische Anwendung. Rechtlich gesehen ist jedoch der Vertrieb als Nahrungsergänzungsmittel zulässig. Es existieren auch Substanzen, die sowohl als Arzneimittel registriert sind als auch als Nahrungsergänzungsmittel vertrieben werden, z.B. Calcium und Chondroitinsulfat.

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 15.1.2017 geändert.
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