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Methionin

Arzneimittelgruppen Aminosäuren

Methionin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Aminosäuren, der zur Vorbeugung einer Blasenentzündung und bei Phosphatsteinen eingesetzt wird. Die Effekte beruhen auf der Ansäuerung des Harns. Die Filmtabletten werden in der Regel dreimal täglich vor den Mahlzeiten eingenommen. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören eine Verschiebung des Blut-pH-Werts und selten Verdauungsbeschwerden. Methionin kann die Wirkungen einiger Antibiotika verstärken.

synonym: Methioninum PhEur, L-Methionin

Produkte

Methionin ist unter anderem in Form von Filmtabletten im Handel (Acimethin®). Es ist in der Schweiz seit 1995 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

L-Methionin (C7H13NO3S, Mr = 191.2 g/mol) ist eine essentielle Aminosäure. Es liegt als weisses, kristallines Pulver oder farblose Kristalle vor und ist in Wasser löslich.

Wirkungen

Methionin (ATC V03AB26 ) wird in der Leber zur Aminosäure Cystein metabolisiert. Die SH-Gruppe des Cysteins wird zum Sulfat oxidiert, welches über die Nieren ausgeschieden wird. Dabei werden Protonen in den Harn sezerniert und der Harn wird angesäuert. Dies führt zu einer Hemmung der Anheftung der Bakterien an die Blase und des Bakterienwachstums.

Indikationen

Weitere Anwendungsgebiete bei anderen Präparaten (Nahrungsergänzungsmittel, Antidot).

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Filmtabletten werden in der Regel dreimal täglich vor den Mahlzeiten eingenommen. Während der Behandlung soll ausreichend Flüssigkeit zu sich genommen werden. Bei einer Langzeittherapie sollen die B-Vitamine supplementiert werden.

Kontraindikationen

Methionin ist bei einer Überempfindlichkeit, einer metabolischen Azidose, bei einer renalen tubulären Azidose, einer schweren Leberinsuffizienz, Hyperurikämie, Hyperurikosurie, Harnsäure-Cystinstein-Diathese, Oxalose, angeborenen Stoffwechselstörungen und schwerer Niereninsuffizienz kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Die Wirkungen von Arzneimitteln, die infolge einer Ansäuerung des Harns in der Niere verstärkt rückresorbiert werden, können verstärkt werden. Dazu gehören zum Beispiel Antibiotika wie Ampicillin, Sulfonamide und Nitrofurantoin. Eine weitere Wechselwirkungen wurde mit Levodopa beobachtet.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören eine Verschiebung des Blut-pH-Werts und selten Verdauungsbeschwerden.

siehe auch

Blasenentzündung

Literatur

Autor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen


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Alle Inhalte sind werbefrei. Dieser Artikel wurde zuletzt geändert am 12.6.2013
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