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Chondroitinsulfat Arzneimittelgruppen Glykosaminoglykane

Chondroitinsulfat ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der sulfatierten Glykosaminoglykane, der zur Behandlung von Arthrosen eingenommen wird. Es handelt sich um einen natürlichen Bestandteil der Proteoglykane in der extrazellulären Matrix des Knorpels. Chondroitinsulfat wird aus verschiedenen Land- und Meerestieren gewonnen. Die Arzneimittel werden abhängig vom Präparat ein- bis dreimal täglich unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören gelegentlich Verdauungsstörungen wie Übelkeit und Verstopfung. Selten können allergische Reaktionen auftreten.

synonym: Chondroitin, Chondroitini sulfas, Chondroitini sulfas natricus, Chondroitinsulfat-Natrium PhEur

Produkte

Chondroitinsulfat ist unter anderem in Form von Tabletten, Kapseln und als Granulat im Handel (z.B. Condrosulf®, Structum®, Nahrungsergänzungsmittel). Im Unterschied zu Glucosamin sind in der Schweiz seit 1975 auch kassenpflichtige Arzneimittel zugelassen. In anderen Ländern wird Chondroitinsulfat hingegen vorwiegend als Nahrungsergänzungsmittel verkauft. Die Produkte können sich unterscheiden, weil sie aus verschiedenen Tieren und mit unterschiedlichen Aufbereitungsmethoden gewonnen werden.

Struktur und Eigenschaften

Chondroitinsulfat ist ein natürliches Glykosaminoglykan und ein Copolymer, das aus sich wiederholenden sulfatierten Disacchariden aus N-Acetyl-D-galactosamin und D-Glucuronsäure besteht. Es handelt sich um ein langes, lineares Polysaccharid mit einem hohen Molekulargewicht. Chondroitinsulfat wird aus Land- und Meerestieren gewonnen, z.B. aus den Organen von Rindern, Schweinen, Hühnern und Fischen (Hai, Rochen). Chondroitinsulfat-Natrium liegt als weisses, hygroskopisches Pulver vor und ist in Wasser leicht löslich.

Wirkungen

Chondroitinsulfat (ATC M01AX25 ) hat schmerzlindernde, antioxidative, immunmodulierende und entzündungshemmende Eigenschaften. Es handelt sich um eine körpereigene Substanz und einen Bestandteil der Proteoglykane, die in der extrazellulären Matrix des Knorpels vorkommen. Chondroitinsulfat wird auch in der Haut, im Bindegewebe, in den Knochen, in Blutgefässen, Bändern und Sehnen gefunden. Im Darm wird es teilweise in seine Bestandteile aufgespalten, die anschliessend absorbiert werden.

Indikationen

Zur Behandlung degenerativer Gelenkerkrankungen wie einer Kniegelenksarthrose, einer Hüftgelenksarthrose und einer Fingergelenkarthrose.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Arzneimittel werden abhängig vom Präparat ein- bis dreimal täglich unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. Bei einem empfindlichen Verdauungstrakt soll die Einnahme nach dem Essen erfolgen. Zu Therapiebeginn ist die Dosis höher.

Kontraindikationen

Chondroitinsulfat ist bei einer Überempfindlichkeit kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Für Veganer ist Chondroitinsulfat nicht geeignet, weil es aus tierischen Quellen gewonnen wird (siehe auch unter vegane Arzneimittel).

Interaktionen

Arzneimittel-Wechselwirkungen sind nicht bekannt.

Unerwünschte Nebenwirkungen

Gelegentlich treten Verdauungsstörungen wie Übelkeit und Verstopfung auf. Selten können allergische Reaktionen auftreten.

siehe auch

Glucosamin, Kniearthrose

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 20.10.2016 geändert.
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