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Zink Arzneimittelgruppen Spurenelemente

Zink ist ein essentielles Spurenelement, das im Körper in zahlreichen Enzymen und nicht-enzymatischen Proteinen enthalten ist. Es spielt eine Rolle beim normalen Zellwachstum, bei der Wundheilung, bei der Fruchtbarkeit und bei der Immunantwort. Eine perorale Zink-Supplementierung ist bei Mangelzuständen, bei einem erhöhten Bedarf und einer fehlenden Zufuhr angezeigt. Zink wird auch zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungskrankheiten verabreicht. Es soll in der Regel nüchtern eingenommen werden, weil andere Nahrungsmittel und Medikamente die Aufnahme in den Körper reduzieren können. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Verdauungsbeschwerden und Hautreaktionen. Hohe Zink-Dosen sollen ohne Indikation nicht längerfristig eingenommen werden, weil daraus ein Kupfermangel entstehen kann.

synonym: Zincum, Zn

Produkte

Zink ist in zahlreichen Arzneimitteln enthalten. Dieser Artikel bezieht sich auf die perorale Verabreichung, zum Beispiel in Form von Tabletten, Kautabletten, Lutschtabletten und Brausetabletten.

Struktur und Eigenschaften

Zink (Zn, Zn2+) liegt in Arzneimitteln in Form verschiedener Salze vor, z.B. als Zinkglukonat, Zinkorotat, Zinksulfat und Zinkcitrat. Diese unterscheiden sich unter anderem in der Wasserlöslichkeit, der Bioverfügbarkeit und dem Anteil an elementarem Zink.

Wirkungen

Zink (ATC A12CB ) ist ein essentielles Spurenelement, das als anorganischer Bestandteil in zahlreichen Enzymen und nicht-enzymatischen Proteinen enthalten ist. Es spielt eine Rolle beim normalen Zellwachstum (z.B. Haut, Haare, Nägel, Schleimhaut), beim Insulin-Metabolismus, bei der Wundheilung, bei der Fruchtbarkeit und bei der Immunantwort.

Indikationen

Zink wird bei Mangelzuständen, bei einem erhöhten Bedarf und einer fehlenden Zufuhr verabreicht. Es wird auch zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungskrankheiten eingenommen. Gemäss einer Cochrane-Review soll es zur Behandlung einer Erkältung geeignet sein (Singh, Das, 2013).

Weitere Anwendungsgebiete (Auswahl):

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Arzneimittel werden je nach Indikation zwischen ein- bis dreimal täglich eingenommen. Die Einnahme soll in der Regel nüchtern erfolgen, also eine Stunde vor oder zwei Stunden nach einer Mahlzeit. Denn andere Medikamente sowie Nahrungs- und Genussmittel wie beispielsweise Kaffee, Schwarztee oder Getreideflocken können die Absorption stören.

Kontraindikationen

Zink ist bei einer Überempfindlichkeit, schwerer Niereninsuffizienz und akutem Nierenversagen kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Einige Arzneimittel können die Absorption und damit die Bioverfügbarkeit von Zinkpräparaten reduzieren (und umgekehrt):

Zink reduziert die Aufnahme von Chinolonen und Tetrazyklinen und kann somit die Wirksamkeit der Antibiotika beeinträchtigen.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Verdauungsbeschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Magenbrennen und Durchfall. Über Hautreaktionen wurde berichtet. Bei der längerfristigen Einnahme von Zinkpräparaten müssen die Kupferspiegel überwacht werden, weil ein Kupfermangel entstehen kann. Zink soll nicht überdosiert werden, weil Vergiftungserscheinungen auftreten können.

siehe auch

Erkältung

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 11.11.2014 geändert.
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