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Propafenon Arzneimittelgruppen Antiarrhythmika Klasse IC

Propafenon ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Antiarrhythmika zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Es gehört zur Klasse IC und hat lokalanästhetische und membranstabilisierende Eigenschaften. Propafenon ist strukturell mit dem Betablocker Propranolol verwandt und verfügt über leicht sympatholytische Eigenschaften. Die Filmtabletten werden in der Regel zwei- bis dreimal täglich nach dem Essen eingenommen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Geschmackstörungen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Verstopfung, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Überleitungsstörungen am Herzen. Wie andere Antiarrhythmika kann auch Propafenon selbst Herzrhythmusstörungen verursachen. Es ist ein Substrat verschiedener CYP-Isoenzyme.

synonym: Propafenonum, Propafenoni hydrochloridum, Propafenonhydrochlorid

Produkte

Propafenon ist in Form von Filmtabletten im Handel (Rytmonorm®). Es ist in der Schweiz seit 1983 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Propafenon (C21H27NO3, Mr = 341.4 g/mol) liegt im Arzneimittel als Propafenonhydrochlorid vor, farblose Kristalle oder ein weisses, kristallines Pulver, das in Wasser wenig löslich ist. Die Substanz hat einen bitteren Geschmack und ist lokalanästhetisch. Propafenon ist strukturell mit dem Betablocker Propranolol verwandt.

Wirkungen

Propafenon (ATC C01BC03 ) hat antiarrhythmische Eigenschaften. Es gehört zur Klasse IC und hat lokalanästhetische und membranstabilisierende Effekte an der Herzmuskelzelle. Die Wirkungen beruhen auf der Blockade von Natriumkanälen. Propafenon ist zusätzlich ein schwacher Betablocker und Calciumkanalblocker.

Indikationen

Zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Tabletten werden in der Regel zwei- bis dreimal täglich nach dem Essen eingenommen.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Propafenon wird von CYP2D6, CYP3A4 und CYP1A2 metabolisiert. Entsprechende Interaktionen mit CYP-Hemmern und -Induktoren können auftreten. Weitere Arzneimittel-Wechselwirkungen sind mit Lokalanästhetika, Betablockern, Orlistat, Antidepressiva, anderen Antiarrhythmika und Antikoagulantien beschrieben worden.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Geschmackstörungen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Verstopfung, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Überleitungsstörungen am Herzen. Wie andere Antiarrhythmika kann auch Propafenon selbst Herzrhythmusstörungen verursachen.

siehe auch

Antiarrhythmika

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 4.8.2013 geändert.
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