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Polysaccharide Hilfsstoffe Kohlenhydrate

Polysaccharide sind Polymere, die aus hunderten bis tausenden Einfachzuckern aufgebaut sein können. Typische Beispiele sind Stärken, Cellulosen und Glykogen, die alle aus Glucose-Einheiten bestehen, welche unterschiedlich miteinander verknüpft sind. Polysaccharide sind für das Leben auf der Erde unverzichtbar. Sie nehmen strukturelle Funktionen wahr, speichern Energie und bilden Gele. In der Pharmazie werden sie sowohl als Hilfsstoffe als auch als Wirkstoffe verwendet und sind in unzähligen Arzneimitteln enthalten.

synonym: Vielfachzucker, Glykane

Produkte

Polysaccharide sind als Hilfsstoffe und Wirkstoffe in zahlreichen Arzneimitteln enthalten. Sie spielen eine fundamentale Rolle in Lebensmitteln für die Ernährung. Polysaccharide werden auch als Glykane (Glycane) bezeichnet.

Struktur und Eigenschaften

Polysaccharide sind polymere Kohlenhydrate, die aus hunderten bis tausenden Zuckereinheiten (Monosacchariden) aufgebaut sind. Bereits bei 11 Monosacchariden wird von einem Polysaccharid gesprochen. Sie gehören zu den Makromolekülen und Biopolymeren und haben eine hohe Molekülmasse.

Polysaccharide können nur eine Sorte eines Monosaccharids oder auch zwei oder mehrere enthalten. Entsprechend werden sie als Homopolysaccharide (Homoglykane) oder Heteropolysaccharide (Heteroglykane) bezeichnet. Polysaccharide können linear oder verzweigt vorliegen. Dies im Unterschied zu anderen Biopolymeren wie den Proteinen.

Polysaccharide und Stärke, zum Vergrössern anklicken. Illustration © PharmaWiki

Polysaccharide sind in der Regel natürlichen Ursprungs und stammen zum Beispiel von Pflanzen (z.B. Cellulosen, Stärke, Tragant), Algen (z.B. Carrageen, Agar, Alginsäure), Pilzen, Mikroorganismen (z.B. Xanthan), Flechten oder Tieren (Chitin). Sie können auch synthetisch hergestellt und modifiziert werden.

Mithilfe von Säuren, Basen, Hitze oder Enzymen können Polysaccharide in kleinere Polysaccharide sowie in Mono-, Di- und Oligosaccharide abgebaut werden. Menschen können nur einige Polysaccharide verdauen, vor allem die Stärke und Glykogen. Viele andere sind unverdaulich und gelangen als Ballaststoffe in den Darm.

Die Einfachzucker in den Polysacchariden sind glykosidische Bindungen verknüpft. In Stärken und Glykogen liegt die α(1→4)- und α(1→6)-Bindung vor, in Cellulosen die β(1→4)-Bindung.

Vertreter

Bekannte Polysaccharide sind:

Wirkungen

Polysaccharide sind für das Leben auf der Erde unverzichtbar. Sie haben strukturelle Funktionen wie die Cellulosen, speichern Energie wie die Stärken und Glykogen und sie haben gelbildende Eigenschaften wie die Glykosaminoglykane (Mucopolysaccharide).

Anwendungsgebiete

In der Pharmazie:

Lebensmittel:

siehe auch

Kohlenhydrate, Nukleinsäuren, Proteine

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 1.10.2020 geändert.
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