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Fructose Süssungsmittel

Die Fructose ist ein natürlicher Einfachzucker, der in vielen Früchten vorkommt („Fruchtzucker“). Sie ist ein Bestandteil des Haushaltszuckers, der aus einem Molekül Fructose und einem Molekül Glucose besteht, die miteinander verbunden sind. Die Fructose wird als Süssungsmittel für Lebensmittel, Süssigkeiten und Getränke verwendet. Sie ist seit einigen Jahren in die Kritik geraten. Ein übermässiger Konsum wird mit der Entstehung verschiedener Krankheiten in Verbindung gebracht.

synonym: Fructosum PhEur, Fruktose, Fruchtzucker

Produkte

Die Fructose ist als Reinstoff in Apotheken und Drogerien erhältlich. Sie ist in unzähligen Produkten, Lebensmitteln und Getränken vor allem auch als Bestandteil des gewöhnlichen Zuckers (Saccharose) enthalten.

Die Saccharose besteht aus je einem Molekül Fructose und Glucose, die kovalent aneinander gebunden sind und wird im Darm in die Bestandteile gespalten.

Struktur und Eigenschaften

Die Fructose (C6H12O6, Mr = 180.2 g/mol) ist ein Monosaccharid, ein Einfachzucker. Sie liegt als weisses, kristallines, geruchloses Pulver mit einem sehr süssen Geschmack vor. Die Fructose ist in Wasser sehr leicht löslich und süsser als Glucose oder Saccharose. Es handelt sich um eine natürliche Substanz, die in vielen Früchten, Wurzelgemüsen und im Bienenhonig vorkommt.

Im Unterschied zur Glucose kann die Fructose nicht direkt von allen Zellen als Energielieferant verwendet werden. Sie muss zuerst vor allem in der Leber von Enzymen (Fructokinase) phosphoryliert werden. Fructose-1-phosphat kann dann in Energiesubstrate überführt werden: Laktat, Glucose und Fettsäuren. Aus den Fettsäuren entstehen Triglyceride (Fett).

Anwendungsgebiete

Als Süssungsmittel.

Unerwünschte Wirkungen

Ein übermässiger Konsum von Fructose, auch in Form von Haushaltszucker, gilt als möglicher Risikofaktor für verschiedene Krankheiten. Dazu gehören unter anderem Übergewicht, Diabetes mellitus, Insulinresistenz, Gicht, eine Fettleber, Störungen der Blutfettwerte (Dyslipidämie), Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Zusammenhang ist in der wissenschaftlichen Literatur allerdings umstritten.

siehe auch

Saccharose

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 31.8.2016 geändert.
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