Vision Team Impressum Datenschutz Werben SPENDEN Newsletter Facebook

Echinocandine Arzneimittelgruppen Antimykotika

Echinocandine sind fungistatische bis fungizide Wirkstoffe aus der Gruppe der Antimykotika für die Behandlung von Pilzinfektionen. Zu den Indikationen gehören invasive Candidiamykosen und Aspergillosen. Die Effekte beruhen auf der Hemmung des Enzyms 1,3-β-D-Glucansynthase, das an der Synthese des wichtigen Pilzzellwandbestandteils β-D-Glucan beteiligt ist. Die Arzneimittel werden als intravenöse Infusion verabreicht. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, eine Venenentzündung, Fieber und Veränderungen der Leberwerte.

synonym: Fungine, Echinocandins

Produkte

Die Echinocandine sind als Infusionszubereitungen im Handel. Als erster Vertreter aus dieser Gruppe wurde im Jahr 2001 Caspofungin zugelassen, in der Schweiz im Jahr 2002.

Struktur und Eigenschaften

Echinocandine sind halbsynthetische Wirkstoffe, die aus Fermentationsprodukten verschiedener Pilze gewonnen werden. Dazu gehören Glarea lozoyensis, Aspergillus nidulans und Coleophoma empetri F-11899. Es sind synthetische Lipopeptide mit einer komplexen chemischen Struktur und einer hohen Molekülmasse. Aus diesem Grund sind sie peroral nicht bioverfügbar.

Wirkungen

Echinocandine (ATC J02AX ) haben antimykotische Eigenschaften. Sie sind fungizid gegen Hefepilze (Candida-Arten) und fungistatisch gegen Schimmelpilze (Aspergillus-Arten) wirksam. Die Effekte beruhen auf der Störung der Biosynthese des Polysaccharids 1,3-β-D-Glukan, ein wichtiger Bestandteil der Pilzzellwand. Die Wirkstoffe hemmen das Enzym 1,3-β-D-Glucansynthase, das nur in Pilzen und nicht im Menschen vorkommt. Die Inhibition ist nicht-kompetitiv.

Indikationen

Für die Behandlung von Pilzinfektionen. Zu den Indikationen gehören:

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Arzneimittel werden als intravenöse Infusion verabreicht.

WirkstoffeKontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören:

siehe auch

Antimykotika, Pilzinfektionen

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


Unterstützen Sie das PharmaWiki mit einer Spende!

© PharmaWiki 2007-2019 - PharmaWiki informiert unabhängig und zuverlässig über Medikamente und Gesundheit.
Dieser Artikel wurde zuletzt am 4.10.2019 geändert.
Impressum und Datenschutzerklärung
Produkte zu dieser Seite anzeigen