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Windeldermatitis Indikationen Hauterkrankungen

Die Windeldermatitis ist eine entzündliche Hauterkrankung im Bereich der Windeln, die durch verschiedene zusammenwirkende Faktoren ausgelöst wird. Die wichtigste Ursache ist die Vermehrung von Mikroorganismen und die Aufweichung der schützenden Haut durch das feuchte Klima in den Windeln. Dies bewirkt eine Beschädigung der Haut, wodurch Mikroorganismen und toxische Substanzen leicht eindringen und eine Entzündung auslösen können. Die meisten Superinfektionen sind durch den Hefepilz Candida albicans bedingt. Besonders wichtig bei der Behandlung der Windeldermatitis ist die Beseitigung von reizenden Faktoren, d.h. die vollen Windeln müssen sofort gewechselt und es sollte so oft wie möglich auf die Windel verzichtet werden. Nebenbei werden die Schutzfunktion der Haut unterstützende und wiederaufbauende Pasten eingesetzt und sekundäre Infektionen antimykotisch und antibakteriell therapiert.

synonym: Windelentzündung, Windelsoor, Candidosis genito-glutealis infantum, Erythema mycoticum infantile, Dermatits ammoniacalis

Symptome

Entzündliche Reaktionen im Bereich der Windel:

Windeldermatitis mit Candida-Infektion:

Windeldermatitis mit einer bakteriellen Infektion:

Ansichten

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Verlauf

Eine Windeldermatitis kann sehr unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Auch kann sie nur die unmittelbare Umgebung der Genitalien befallen oder bis zum Unterbauch und den Oberschenkeln reichen.

Unter angemessener Behandlung heilt die Windeldermatitis innert wenigen Tagen ab. Bei schwerem Verlauf kommt es im Randbereich zu wie ausgestanzt wirkenden Ulzera (Jaquets dermatitis).

Ursachen

1. Feuchtigkeit und Wärme: Aufweichung der Haut, Störung der Schutzfunktion der Haut

2. Urin und Faezes: warmes, feuchtes Milieu, hoher pH, fäkale Enzyme, toxische Substanzen

3. Reibung: mechanische Belastung

4. Mikroorganismen: meist Candida albicans, seltener Bakterien (v.a. Staphylococcus aureus)

Epidemiologie

Die Windeldermatits betrifft Säuglinge in den ersten Lebensmonaten. Die meisten Fälle von Windeldermatitis werden im Alter von neun bis zwölf Monaten beobachtet. Durch die heute verwendeten Wegwerfwindeln mit hoher Saugkraft hat die Häufigkeit der Windeldermatitis stark abgenommen. Trotzdem leiden 2/3 der Säuglinge mindestens einmal an einer Windeldermatitis und bei ca. 25% tritt diese Hauterkrankung sogar regelmässig auf.

Da die Schutzfunktion der Haut erst nach der Geburt vollständig ausreift, ist die Barrierenfunktion der Haut bei Erwachsenen viel besser ausgeprägt als bei Säuglingen. Trotzdem kann die Windeldermatitis auch inkontinente Erwachsene betreffen, es ist jedoch eine genaue differentialdiagnostische Abklärung erforderlich.

Bei Kindern, die bei der Geburt mit Candida-Pilzen besiedelt wurden, werden im Zusammenhang mit Windeldermatitis häufig sekundäre Candida-Infektionen beobachtet.

KomplikationenRisikofaktorenDiagnose

Die Diagnose erfolgt anhand des klinischen Krankheitsbildes. Durch einen Abstrich kann zudem der Erreger einer mit Windeldermatitis verbundenen Superinfektion identifiziert werden.

Differentialdiagnose

Ekzeme unterschiedlicher Ursache:

Wann zum Arzt?Nicht-medikamentöse TherapieMedikamentöse Therapie

Antimykotika:

Äusserlich:

Innerlich:

Clotrimazol, Econazol und Miconazol dürfen bei Kindern unter 2 Jahren nur auf ärztliche Verschreibung verwendet werden.

Antibiotika:

Entzündungshemmer:

Milde topische Glucocorticoide:

Antiinfektiva / Antiseptika:

Alternative Therapiemöglichkeiten:

Therapiehinweise:

PräventionWissenswertesLiteratur

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 27.1.2014 geändert.
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