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Cardiospermum Phytopharmaka Drogenliste

Zubereitungen aus den blühenden, oberirdischen Teilen der tropischen Schlingpflanze Cardiospermum halicacabum werden in Form von Cremen und Salben für die Behandlung von Hauterkrankungen eingesetzt. Cardiospermum hat entzündungshemmende und juckreizlindernde Eigenschaften und wird als pflanzlicher Ersatz für Kortisoncremen verwendet, zum Beispiel bei Ekzemen, allergischen Hautausschlägen, atopischer Dermatitis und Schuppenflechte. Die Arzneimittel werden in der Regel etwa dreimal täglich dünn aufgetragen. Selten wurde über Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet.

synonym: Ballonrebe, Ballonpflanze, Cardiospermum halicacabum, Herzsame

Produkte

Zubereitungen aus der Ballonrebe sind unter anderem in Form von Salben, Cremen, Lotionen, als Spray, Tropfen und Globuli im Handel. Dieser Artikel bezieht sich auf die äusserliche Anwendung als Cardiospermumcreme oder -salbe (z.B. Omida® Cardiospermum, Halicar®). Die Salbe ist in der Schweiz seit 1989 zugelassen.

Stammpflanze

Die Ballonrebe oder Ballonpflanze Cardiospermum halicacabum aus der Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae) ist eine tropische Schlingpflanze, die unter anderem in Afrika und Amerika heimisch ist. Die Bezeichnung Cardiospermum bezieht sich auf die Samen, die einen herzförmigen Fleck auf der Oberfläche tragen (Herzsame). In Europa wurde die Pflanze in den 1950er-Jahren von Willmar Schwabe eingeführt, der sie aus dem damaligen Belgisch-Kongo nach Deutschland brachte.

Arzneidroge

Als Arzneidroge werden die Blätter, das Kraut und die Samen der Pflanze verwendet. Cardiospermumsalben und -cremen werden mit der Urtinktur hergestellt, einem ethanolischen Auszug aus den blühenden, oberirdischen Teilen der Pflanze.

Inhaltsstoffe

Zu den Inhaltsstoffe gehören Gerbstoffe, Triterpensaponine, Alkaloide, Flavonoide und Phytosterole.

Wirkungen

Die Cremen und Salben haben entzündungshemmende, juckreizlindernde und hautpflegende Eigenschaften.

Anwendungsgebiete

Für die Behandlung von akuten und chronischen Hauterkrankungen, zum Beispiel bei Ekzemen, Nesselfieber, Schuppenflechte, bei der atopischen Dermatitis (Neurodermitis), Sonnenbrand und allergischen Hautausschlägen. Als pflanzlicher Ersatz für topische Glucocorticoide.

Dosierung

Gemäss der Gebrauchsinformation. Die Salben und Cremen werden in der Regel etwa dreimal täglich dünn aufgetragen.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Gebrauchsinformation.

Unerwünschte Wirkungen

Selten wurde über Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet.

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 15.3.2017 geändert.
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