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Eosin Arzneimittelgruppen Farbstoffe

Eosin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Farbstoffe mit zusammenziehenden, austrocknenden und antiseptischen Eigenschaften. Es ist in der Schweiz als Arzneimittel zur Behandlung der Windeldermatitis zugelassen und wird dazu zweimal täglich aufgetragen. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Kontaktdermatitis, Photosensibilisierung und Hautausschläge. Eosin kann die Haut, Unterwäsche, Kleider und Gegenstände rot verfärben. Während der Therapie soll starke Sonneneinstrahlung vermieden werden.

synonym: Eosin-Dinatrium, Dinatrii eosinum, Tetrabromfluorescein-Dinatrium, Eosin Y, Acid Red 87

Produkte

Eosin, von griechisch Eos, Morgenröte, ist als wässrige Lösung zum Auftragen auf die Haut im Handel (Eosin 2% Regen Lab). Es wird in Frankreich häufig angewandt und wurde in der Schweiz offiziell erst im Jahr 2010 als Arzneimittel registriert. Eosin-Lösungen können auch in Apotheken und Drogerien hergestellt werden und der Fachhandel kann die Zubereitungen bei spezialisierten Dienstleistern bestellen.

Struktur und Eigenschaften

Als Arzneimittel wird Eosin gelblich (= Eosin G, Eosin Y, C20H6Br4Na2O5, Mr = 691.9 g/mol), das Natriumsalz von Tetrabromfluorescein, eingesetzt. Es wird auch als Eosin-Dinatrium und als Tetrabromfluorescein-Dinatrium bezeichnet und gehört zu den Triphenylmethanfarbstoffen und Xanthenen. Eosin liegt als rotes, kristallines Pulver vor, das in Lösung grünlich fluoresziert und in Wasser und Ethanol löslich ist. Ebenfalls im Handel ist Eosin bläulich (= Eosin B), das Natriumsalz des doppelt nitrierten Dibromfluorescein.

Wirkungen

Eosin (ATC D08AX02 ) werden antibakterielle, antimykotische, keratolytische, entzündungshemmende, austrocknende und adstringierende Eigenschaften zugeschrieben. Die Wirksamkeit ist pH-abhängig. Wie andere alterwürdige Farbstoffe ist auch Eosin in der Literatur nicht unumstritten und es wird diskutiert, ob es heute noch eingesetzt werden soll.

Indikationen

Eosin ist in der Schweiz zur unterstützenden Behandlung von einfach bakteriellen oder auf Superinfektionen empfindliche Hauterkrankungen, insbesondere Windeldermatitis bei Säuglingen, zugelassen. Weitere mögliche Anwendungsgebiete, die in der Literatur erwähnt sind, sind zum Beispiel Ekzeme und Intertrigo.

Weitere Verwendungen:

Dosierung

Eosin wird zweimal täglich aufgetragen. Es darf gemäss der Fachinformation ohne ärztliche Anordnung nicht bei Kindern unter 30 Monaten angewandt werden. Während der Behandlung soll starke Sonneneinstrahlung vermieden werden, da Eosin photosensibilisierend sein kann.

Kontraindikationen

Eosin ist bei Überempfindlichkeit kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Andere Antiseptika sollen nicht gleichzeitig angewandt werden.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Kontaktdermatitis, Photosensibilisierung und Hautausschläge. Der Farbstoff färbt die Haut, Unterwäsche, Kleider und Gegenstände rot.

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 3.10.2015 geändert.
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