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Salbutamol Arzneimittelgruppen Beta2-Sympathomimetika

Salbutamol ist ein bronchienerweiternder Wirkstoff aus der Gruppe der Beta2-Sympathomimetika, der hauptsächlich zur Behandlung von Asthma und chronischer Bronchitis eingesetzt wird. Die Effekte beruhen auf der selektiven Bindung an Beta2-Adrenozeptoren. Salbutamol hat einen schnellen Wirkungseintritt und kann deshalb auch zur Behandlung eines akuten Anfalls eingesetzt werden. Die Wirkung hält im Unterschied zu anderen Arzneimitteln aus derselben Gruppe nur kurz an, weshalb das Arzneimittel drei- bis viermal täglich inhaliert werden muss. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Tremor, Kopfschmerzen, Muskelkrämpfe, fühlbare Herzschläge, ein schneller Puls sowie Reizungen der Mund- und Rachenschleimhaut.

synonym: Salbutamolum PhEur, Salbutamoli sulfas PhEur, Salbutamolsulfat, Albuterol

Produkte

Salbutamol ist als Dosieraerosol, Inhalationslösung, Diskus, Sirup, Infusionskonzentrat und als Injektionslösung im Handel (Ventolin®, Generika). Es ist in der Schweiz seit 1972 zugelassen und wird im englischen Sprachraum auch als Albuterol bezeichnet. Salbutamol ist der Vorläufer von Salmeterol und Vilanterol (alle GlaxoSmithKline).

Struktur und Eigenschaften

Salbutamol (C13H21NO3, Mr = 239.3 g/mol) liegt in Arzneimitteln als Salbutamolsulfat vor, ein weisses, kristallines Pulver, das in Wasser im Unterschied zur freien Base leicht löslich ist. Salbutamol ist ein Racemat, wobei das R-Enantiomer, das sogenannte Levosalbutamol (Levalbuterol), als wirksamer eingestuft wird. Levalbuterol wird in einigen Länden separat vermarktet (z.B. Xopenex®). Salbuterol ist ein Saligenin-Derivat und strukturell mit Adrenalin und anderen Beta2-Sympathomimetika verwandt.

Wirkungen

Salbutamol (ATC R03AC02 ) hat sympathomimetische und bronchienerweiternde (bronchospasmolytische) Eigenschaften. Die Wirkungen beruhen auf der selektiven Stimulation der adrenergen β2-Rezeptoren der Bronchialmuskulatur. Die Wirkung tritt nach der Inhalation schnell innert zirka fünf Minuten ein. Deshalb ist Salbutamol auch zur Behandlung eines Asthmaanfalls geeignet. Die Wirkung hält jedoch nur kurz, während zirka 4 Stunden, an. Andere Beta2-Sympathomimetika wie beispielsweise Salmeterol oder Indacaterol haben eine deutlich längere Wirkdauer.

IndikationenDosierung

Gemäss der Arzneimittel-Fachinformation. Das Arzneimittel wird in der Regel drei- bis viermal täglich inhaliert.

Kontraindikation

Salbutamol ist bei einer Überempfindlichkeit, einem drohenden Abort im 1. oder 2. Trimester der Schwangerschaft und bei der gleichzeitigen Verabreichung von unselektiven Betablockern wie beispielsweise Propranolol kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Arzneimittel-Wechselwirkungen sind mit unselektiven Betablockern, Sympathomimetika, Methylxanthinen, MAO-Hemmern, trizyklischen Antidepressiva, Levodopa, Levothyroxin, Oxytocin, Alkohol, Herzglykosiden, Chinidin, Antiarrhythmika, Diuretika, Glucocorticoiden, Ipratropiumbromid, Nifedipin, halogenierten Kohlenwasserstoffen und Antidiabetika beschrieben worden.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Tremor, Kopfschmerzen, Muskelkrämpfe, fühlbare Herzschläge, ein schneller Puls sowie Reizungen der Mund- und Rachenschleimhaut.

siehe auch

Beta2-Sympathomimetika

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 11.4.2014 geändert.
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