Unsere Vision Team Kontakt Werben Disclaimer Newsletter Facebook

Nifedipin Arzneimittelgruppen Calciumkanalblocker Dihydropyridine

Nifedipin ist ein blutdrucksenkender und gefässerweiternder Wirkstoff aus der Gruppe der Dihydropyridine zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Wirkungen beruhen auf der Blockade des Einstroms von Calcium in glatte Muskelzellen. Die Retardtabletten werden in der Regel ein- bis zweimal täglich eingenommen. Nifedipin ist ein Substrat von CYP3A4 und ist deshalb anfällig für Arzneimittel-Wechselwirkungen. Es soll nicht mit Grapefruitsaft verabreicht werden. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Schwäche, Unwohlsein, Kopfschmerzen, Verstopfung, Gefässerweiterung und Ödeme.

synonym: Nifedipinum PhEur

Produkte

Nifedipin ist in Form von Retardtabletten, als Infusionslösung und Kapseln mit Atenolol im Handel (Adalat®, Generika). Es ist in der Schweiz seit 1982 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Nifedipin (C17H18N2O6, Mr = 346.3 g/mol) ist ein Dihydropyridin. Es liegt als gelbes, kristallines Pulver vor, das in Wasser praktisch unlöslich ist. Nifedipin ist stark lichtempfindlich.

Wirkungen

Nifedipin (ATC C08CA05 ) hat blutdrucksenkende und gefässerweiternde Eigenschaften und entspannt die glatte Muskulatur. Die Wirkungen beruhen auf der Blockade des Einstroms von Calcium in die glatten Gefässmuskelzellen durch Inhibition der spannungsabhängigen Calciumkanäle vom L-Typ. Calcium ist der Auslöser für die Kontraktion der glatten Muskelzellen.

Indikationen

Off-Label wird Nifedipin häufig auch als Wehenhemmer verwendet. In Form einer Nifedipincreme wird es gegen Analfissuren eingesetzt. Ein weiteres mögliches Anwendungsgebiet sind Frostbeulen.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Retardtabletten werden in der Regel ein- bis zweimal täglich eingenommen. Sie sollen nicht mit Grapefruitsaft verabreicht werden.

Kontraindikationen

Nifedipin ist bei Überempfindlichkeit, während der ersten 20 Wochen der Schwangerschaft und während der Stillzeit, bei einem Herz-Kreislauf-Schock, instabiler Angina pectoris, akutem Myokardinfarkt und einem Kock-Pouch kontraindiziert. Es darf nicht mit Rifampicin kombiniert werden. Die vollständigen Angaben zu Vorsichtsmassnahmen und Interaktionen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Nifedipin wird im Darm und der Lebere von CYP3A4 metabolisiert und unterliegt einem hohen First-Pass-Metabolismus. Deshalb treten Arzneimittel-Wechselwirkung mit CYP-Inhibitoren (z.B. Grapefruitsaft) und CYP-Induktoren (z.B. Rifampicin) auf. Weitere Interaktionen sind möglich (vgl. Fachinformation).

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Schwäche, Unwohlsein, Kopfschmerzen, Verstopfung, Gefässerweiterung und Ödeme.

siehe auch

Dihydropyridine, Nifedipincreme, Frostbeulen, Wehenhemmer

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

© PharmaWiki 2007-2016 - PharmaWiki informiert unabhängig und zuverlässig über Medikamente und Gesundheit.
Dieser Artikel wurde zuletzt am 25.6.2013 geändert.
Produkte zu dieser Seite anzeigen