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Wallungen Indikationen

Hitzewallungen sind die häufigsten Beschwerden bei Frauen während der Wechseljahre. Durch eine Gefässerweiterung wird ein unangenehmes Wärmegefühl ausgelöst, das mit Schwitzen und anderen Beschwerden einhergeht. Ein bekannter Auslöser ist eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur, zum Beispiel durch Stress oder unangepasste Kleidung. Zur medikamentösen Behandlung gelten Östrogene als sehr gut wirksam. Weil die Östrogene in den letzten Jahren aufgrund möglicher Gesundheitsrisiken in die Kritik geraten sind, werden heute vermehrt alternative Arzneimittel wie Antidepressiva und Cimicifugaextrakte eingesetzt.

synonym: Hitzewallungen, Fliegende Hitze, Nächtliche Schweissausbrüche

Symptome

Eine Hitzewallung ist ein spontanes Wärmegefühl, das mit Schwitzen, Herzklopfen, Hautrötung, Angstgefühlen und anschliessendem Schüttelfrost einhergehen kann und einige Minuten andauert. Die Rötungen betreffen hauptsächlich den Kopf und den Oberkörper, teilweise aber auch den ganzen Körper. Die Wallungen treten häufig auch nachts auf, gehen mit Schweissausbrüchen einher und führen zu Schlafstörungen (nächtliche Schweissausbrüche).

Die Intensität und die Häufigkeit sind von Frau zu Frau sehr unterschiedlich und reichen von milden, seltenen bis schweren, sehr häufig auftretenden Beschwerden. Hitzewallungen gehören zu den häufigsten Beschwerden der Wechseljahre. Sie treten bei Frauen ab etwa 40 Jahren auf und können Zyklusveränderungen vorausgehen. Sie können viele Jahre bestehen bleiben, verschwinden aber in der Regel von alleine. Zu den Komplikationen gehören eine eingeschränkte Lebensqualität und eine Behinderung des normalen Tagesablaufs. Wallungen können zu Schamgefühlen, Hilflosigkeit, Frust und Wut führen.

Ursachen

Hitzewallungen werden durch eine periphere Gefässerweiterung verursacht. Als ein möglicher akuter Auslöser wurde eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur identifiziert, zum Beispiel bei körperlicher Aktivität, Stress oder unangepasster Kleidung. In einer Untersuchung wurde gezeigt, dass der sogenannte thermoneutrale Temperaturbereich, in welchem Menschen weder zittern noch schwitzen, bei Frauen mit Hitzewallungen verkleinert ist. Es scheint sich um eine Störung der Thermoregulation auf der Ebene des Hypothalamus zu handeln. Als tiefere Ursache werden die absinkenden Östrogenspiegel in der Menopause verantwortlich gemacht, aber weitere Mechanismen scheinen ebenfalls beteiligt zu sein. Sowohl ein erhöhtes Körpergewicht, als auch das Rauchen können das Risiko erhöhen.

Diagnose

Bis auf den Juckreiz und das Auftreten von Quaddeln ähnelt die Symptomatik der Wallungen stark einer cholinergen Urticaria, die aber vor allem bei jüngeren Menschen auftritt. Auch Medikamente lösen Wallungen aus, zum Beispiel SERM wie Tamoxifen und Raloxifen (häufig). Sie heben die Effekte der Östrogene auf und werden gegen Brustkrebs eingesetzt. Eine Reihe weiterer, zum Beispiel endokriner und metabolischer Erkrankungen, kommen als Differentialdiagnosen in Frage. Männer können im Rahmen einer Therapie gegen Prostatakrebs sehr häufig von Hitzewallungen betroffen sein (siehe unter Bicalutamid).

Nicht-medikamentöse Behandlung

Das Vermeiden von Stress, Entspannungstechniken, Bewegung und Sport können sich positiv auswirken. Mögliche Risikofaktoren wie Rauchen, Alkohol (erweitert die Blutgefässe), Coffein und ein erhöhtes Körpergewicht sollen nach Möglichkeit eliminiert werden.

Wärme vermeiden und bei Bedarf kühlen:

Medikamentöse Behandlung

Östrogene:

Antidepressiva:

Cimicifuga (Traubensilberkerze):

Salbei:

Phytoöstrogene:

Alternativmedizin:

Placebo:

siehe auch

Menopause, Hormonersatztherapie, Oestrogene, Cimicifuga, Phytooestrogene, Rotklee, Wilde Yamswurzel

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 10.11.2018 geändert.
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