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Vardenafil Arzneimittelgruppen Phosphodiesterase-5-Hemmer

Vardenafil ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Phosphodiesterase-5-Hemmer zur Behandlung der erektilen Dysfunktion beim Mann. Er erleichtert den Bluteinstrom in den Penis und ermöglicht die Entstehung und Aufrechterhaltung der Erektion. Vardenafil wirkt nur bei sexueller Stimulation. Die Tabletten werden maximal einmal täglich 25 bis 60 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr und unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. Besonders zu beachten ist, dass Vardenafil nicht zusammen mit bestimmten anderen Medikamenten eingenommen werden darf, da dies zu einem gefährlichen Blutdruckabfall führen kann. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören ein Flush, Kopfschmerzen, Dyspepsie, Übelkeit, Schwindel und eine verstopfte Nase.

synonym: Vardenafilum, Vardenafilum hydrochloridum trihydras PhEur, Vardenafilhydrochlorid-Trihydrat

Produkte

Vardenafil ist in Form von Filmtabletten und Schmelztabletten im Handel (Levitra®, Co-Marketing-Arzneimittel: Vivanza®). Es ist in der Schweiz seit dem Jahr 2003 zugelassen. Generika wurden im Jahr 2018 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Vardenafil (C23H32N6O4S, Mr = 488.6 g/mol) liegt in den Arzneimitteln als Vardenafilhydrochlorid-Trihydrat vor, ein Piperazin-Derivat und ein farbloses, kristallines Pulver. Vardenafil ist strukturell eng mit dem ersten Phosphodiesterase-5-Hemmer Sildenafil (Viagra®) verwandt.

Wirkungen

Vardenafil (ATC G04BE09 ) hat gefässerweiternde und blutdrucksenkende Eigenschaften. Es führt bei sexueller Stimulation zu einer Entspannung der glatten Muskulatur im Schwellkörper und zu einer Steigerung des Bluteinstroms in den Penis. Die Wirkungen beruhen auf der potenten Hemmung der cGMP-spezifischen Phosphodiesterase Typ 5 (PDE-5), was zu einer Erhöhung von cGMP führt, welches diese Effekte als Second Messenger von Stickstoffmonoxid (NO) vermittelt. Vardenafil hat eine mittellange Halbwertszeit von 4-5 Stunden. Es liegt damit etwa im selben Bereich wie Sildenafil.

Indikation

Zur Behandlung der erektilen Dysfunktion beim Mann.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Tabletten werden maximal einmal täglich 25 bis 60 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr und unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. Allerdings kann eine fettreiche Mahlzeit den Wirkungseintritt verzögern.

Kontraindikationen

Vardenafil ist bei Überempfindilchkeit, bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, schwerer Leberinsuffizienz, terminaler Niereninsuffizienz und degenerativen Retinaerkrankungen kontraindiziert. Vardenafil darf nicht mit Nitraten, NO-Donatoren oder Amylnitrit kombiniert werden. Eine gleichzeitige Verabreichung mit starken CYP3A4-Inhibitoren ist ebenfalls nicht angezeigt. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Vardenafil wird hauptsächlich von CYP3A4 und in einem geringeren Ausmass von CYP3A5 und CYP2C9 metabolisiert. Entsprechende Arzneimittel-Wechselwirkungen sind möglich. Nitrate, NO-Donatoren, Amylnitrit und Antihypertonika können zu einem gefährlichen Blutdruckabfall führen.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören ein Flush (vorübergehende Hautrötung), Kopfschmerzen, Dyspepsie, Übelkeit, Schwindel und eine verstopfte Nase.

siehe auch

Phosphodiesterase-5-Hemmer

Literatur

Autor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 7.5.2018 geändert.
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