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MERS Indikationen Infektionskrankheiten

Das MERS (Middle East Respiratory Syndrome) ist eine virale Atemwegserkrankung, die erstmals im Jahr 2012 bei einem Patienten in Saudi-Arabien beschrieben wurde und anschliessend vor allem auf der Arabischen Halbinsel auftrat. Es handelt sich um eine virale Infektionskrankheit, die vom MERS-Virus (MERS-CoV) aus der Familie der Coronaviren verursacht wird. Das Virus stammt ursprünglich aus Fledermäusen und wurde über einen Zwischenwirt (z.B. Dromedar) auf den Menschen übertragen. Es kann auch von Mensch zu Mensch weitergegeben werden. Zu den möglichen Beschwerden gehören Fieber, Husten, Schmerzen und Atemnot. Das MERS führt oft zu einer Lungenentzündung und die Erkrankung nimmt häufig einen tödlichen Ausgang. Bisher existiert weder eine Impfung noch eine ursächliche antivirale Behandlung. Die Therapie erfolgt symptomatisch.

synonym: Middle East Respiratory Syndrome, MERS-CoV

Symptome

Das MERS (Middle East Respiratory Syndrome) äusserst sich als Atemwegserkrankung mit grippeähnlichen Beschwerden wie:

Die Erkrankung kann zu einer schweren Lungenentzündung, einem ARDS (Acute Respiratory Distress Syndrome), einem septischen Schock, Nierenversagen und einem Multiorganversagen führen. Sie ist lebensbedrohlich und hat eine hohe Mortalität.

Ursachen

Es handelt sich um eine virale Infektionskrankheit, die vom MERS-Virus (MERS-CoV) verursacht wird, ein behülltes, einsträngiges RNA-Virus aus der Familie der Coronaviren, das erstmals im Jahr 2012 bei einem Patienten in Jeddah (Saudi-Arabien) beschrieben wurde. Zur selben Familie gehört auch das SARS-Virus, das ähnliche Symptome verursacht. Weitere Fälle wurden vorwiegend von der Arabischen Halbinsel gemeldet (Middle East = Naher Osten). Im Jahr 2015 kam es zu einem grösseren Ausbruch in Südkorea. Das Virus kann über engen Kontakt von Person zu Person weitergegeben werden. Es stammt ursprünglich aus Fledermäusen und wird über einen Zwischenwirt auf den Menschen übertragen (z.B. Dromedare).

Diagnose

Die Diagnose wird in ärztlicher Behandlung mit Labormethoden gestellt (z.B. RT-PCR).

Vorbeugung

Zur Vorbeugung werden hygienische Massnahmen empfohlen:

Impfstoffe stehen derzeit noch nicht zur Verfügung.

Behandlung

Bisher existieren noch keine spezifischen antiviralen Arzneimittel. Verschiedene Medikamente werden untersucht (z.B. Antikörper). Die Behandlung erfolgt symptomatisch in intensivmedizinischer Betreuung.

siehe auch

SARS

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 14.6.2015 geändert.
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