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Halswehlutschtabletten Arzneimittelgruppen

Halswehlutschtabletten sind Arzneimittel zur Anwendung im Mund, die zur Behandlung von Halsschmerzen und anderen entzündlichen und schmerzhaften Erkrankungen des Mund- und Rachenraums verwendet werden. Sie enthalten unter anderem Lokalanästhetika, Desinfektionsmittel, Antibiotika oder pflanzliche und alternativmedizinische Inhaltsstoffe. Die Lutschtabletten sollen in der Regel nicht gelutscht oder gekaut, sondern langsam im Mund zergehen gelassen werden. Die Wirksamkeit von Desinfektionsmitteln und Antibiotika ist umstritten. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören lokale Reaktionen wie Überempfindlichkeitsreaktionen und Brennen.

synonym: Halswehtabletten, Halspastillen, Pharyngologika, Rachentherapeutika

Produkte

Halswehlutschtabletten sind von zahlreichen Anbietern im Handel. Zu den bekannten Produkten gehören in der Schweiz zum Beispiel Neo-Angin®, Mebucaine®, Lysopain®, Lidazon®, Sangerol® und Strepsils®.

Inhaltsstoffe

Die klassischen Halswehlutschtabletten mit „chemischen“ Inhaltsstoffen enthalten in der Regel eine oder mehrere der folgenden Substanzen:

Daneben existieren zahlreiche weitere pflanzliche und alternativmedizinische Lutschtabletten und Pastillen, die zum Beispiel Salbei, Eucalyptus, Brusttee und Gewürznelke enthalten.

Wirkungen

Die Arzneimittel haben lokal schmerzbetäubende, desinfizierende, antimikrobielle, entzündungshemmende und pflegende Eigenschaften. Der Zusatz von Desinfektionsmitteln und Antibiotika ist umstritten, da ihre Wirksamkeit stark angezweifelt wird. Beim Vorliegen einer Streptokokken-Angina werden ausserdem orale und nicht lokale Antibiotika eingesetzt. Trotzdem sind die Lutschtabletten nicht wirkungslos, da sie die Beschwerden symptomatisch lindern können. Dazu eignen sich unter Umständen aber auch einfache Kräuterbonbons.

Indikationen

Halswehlutschtabletten werden vorwiegend zur Behandlung von Halsschmerzen verschiedener Ursache eingesetzt. Weitere Anwendungsgebiete sind andere entzündliche Erkrankungen des Mund- und Rachenraums wie beispielsweise Aphthen, Heiserkeit und Zahnfleischentzündung.

Dosierung

Gemäss der Packungsbeilage. Die Lutschtabletten sollen in der Regel nicht gelutscht oder gekaut, sondern mehrmals täglich langsam im Mund zergehen gelassen werden.

Kontraindikationen

Die Arzneimittel sind bei Überempfindlichkeit kontraindiziert. Die Vorsichtsmassnahmen sind abhängig von den enthaltenen Inhaltsstoffen. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören lokale Reaktionen wie Überempfindlichkeitsreaktionen, Reizungen und Brennen.

siehe auch

Halsschmerzen, Streptokokken-Angina, Bronchialpastillen

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 4.11.2015 geändert.
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