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Rezeptpflichtige Medikamente Arzneimittelgruppen

Rezeptpflichtige Medikamente sind eine Gruppe von Arzneimitteln, die in einer Apotheke nur mit einer ärztlichen Verordnung bezogen werden dürfen. Weshalb sind einige Mittel rezeptpflichtig? Zusammengefasst spielen unter anderem die ärztlichen Abklärungen, die Diagnose, die Arzneimittelsicherheit, die Anwendung, die Arzneimittel-Interaktionen, der Missbrauch und die unerwünschten Wirkungen eine Rolle.

synonym: Verschreibungspflichtige Medikamente, Rezeptpflicht, Verschreibungspflicht, Rx, Rx-Medikamente, ℞

Definition

Rezeptpflichtige Medikamente sind eine Gruppe von Arzneimitteln, die in einer Apotheke nur mit einer ärztlichen Verordnung bezogen werden dürfen. Das Rezept wird üblicherweise im Rahmen einer Konsultation ausgestellt.

Innerhalb dieser Gruppe existieren verschiedene → Kategorien. Das Vorliegen eines ärztlichen Rezepts ist häufig eine Bedingung, damit die Krankenkasse ein Medikament vergütet.

Weshalb sind Medikamente rezeptpflichtig?

Als erstes sollen die Patienten vor einer Abhängigkeit und Sucht bewahrt werden. Psychoaktive Wirkstoffe wie etwa Betäubungsmittel - zum Beispiel Opioide oder Benzodiazepine - werden häufig als Rauschmittel missbraucht und machen abhängig. Deshalb sind sie nicht frei verfügbar.

Vor der Einleitung einer Therapie sind ärztliche Abklärungen notwendig, zum Beispiel die Aufnahme der Patientengeschichte, Blutuntersuchungen und eine Abklärung der Risiken (Kontraindikationen). Viele Medikamente erfordern eine korrekte Diagnose, damit sie zweckmässig eingesetzt werden können. Der Patient verfügt oft nicht über die notwendigen Mittel, um eine richtige Selbstdiagnose zu stellen.

Die Auswahl des richtigen Medikaments erfordert Spezialwissen und ausreichend Erfahrung. Auch dies bringen die Patienten meist nicht mit.

Nebst der Diagnose ist auch die Therapieüberwachung von Bedeutung. So müssen beispielsweise bei einer Behandlung mit Bosentan, das zur Behandlung eines Lungenhochdrucks verabreicht wird, die Leberwerte regelmässig überprüft werden.

Die Patienten sollen durch eine ärztlich kontrollierte Begrenzung der Therapiedauer vor unerwünschten Wirkungen geschützt werden. So sollten beispielsweise die nicht-steroidalen Antirheumatika, eine Gruppe von entzündungshemmenden Schmerzmitteln, nicht über längere Zeit eingenommen werden. Einige Mittel sind toxisch oder während der Schwangerschaft fruchtschädigend.

Die Anwendung von Arzneimitteln kann kompliziert sein. Dies gilt beispielsweise für Infusionen oder toxische Zytostatika, die vor der Injektion frisch zubereitet werden müssen.

Bei der Verabreichung mehrerer Medikamente besteht ein Risiko für Arzneimittel-Wechselwirkungen (Interaktionen), woraus im schlimmsten Fall schwere Nebenwirkungen resultieren können. Die Interaktionen abzuklären ist die Aufgabe des Arztes und des Apothekers. Sie erklären auch die richtige Anwendung, die über einen Therapieerfolg oder -misserfolg mitentscheidet.

Schliesslich ist auch der Schutz von Drittpersonen wichtig. Toxische Mittel wie beispielsweise das Barbiturat Pentobarbital oder das dämpfende GHB könnten missbraucht werden, um jemanden zu vergiften.

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Autor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 18.12.2017 geändert.
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