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Oxomemazin Arzneimittelgruppen Antihistaminika 1. Generation Phenothiazine

Oxomemazin ist ein antiallergischer Wirkstoff aus der Gruppe der Antihistaminika der 1. Generation und ein Phenothiazin. Er hat antiallergische, anticholinerge und dämpfende Eigenschaften und wird in Form eines Sirups zur Behandlung von Husten eingesetzt. Der Sirup wird zwei- bis dreimal täglich verabreicht. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Müdigkeit, Schläfrigkeit, anticholinerge Nebenwirkungen, Hautausschläge und Überempfindlichkeitsreaktionen.

synonym: Oxomemazinum, Oxomemazine

Produkte

Oxomemazin ist in Form eines Sirups im Handel (Toplexil® N Sirup). Es ist in der Schweiz seit 1966 zugelassen. Im Jahr 2016 wurde zusätzlich der Tuxyl Allergo® Sirup registriert. In Frankreich sind verschiedene Medikamente mit Oxomemazin im Handel.

Aufgrund der Revision des Heilmittelgesetzes unterliegt Oxomemazin in der Schweiz ab dem Jahr 2019 der Rezeptpflicht (Abgabekategorie B). In Apotheken dürfen Arzneimittel mit dem Wirkstoff nach einem Beratungsgespräch und einer Abgabedokumentation jedoch weiterhin ohne ärztliche Verordnung verkauft werden. Siehe unter Abgabekategorien.

Struktur und Eigenschaften

Oxomemazin (C18H22N2S, Mr = 298.4 g/mol) ist ein Phenothiazin, das strukturell eng mit dem Neuroleptikum Promethazin verwandt ist. Es liegt als weisses, kristallines Pulver mit bitterem Geschmack vor, das in Wasser praktisch unlöslich ist.

Wirkungen

Oxomemazin (ATC R06AD08 ) hat antihistamine, antiallergische, anticholinerge und dämpfende / beruhigende Eigenschaften.

Wirkmechanismus der Antihistaminika, zum Vergrössern anklicken. Illustration © PharmaWiki

Indikationen

Zur Behandlung von trockenem, störendem Husten (v.a. bei allergischer Ursache) und bei Reizhusten.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Der Sirup wird zwei- bis dreimal täglich eingenommen.

Missbrauch

Oxomemazin kann aufgrund seiner dämpfenden Eigenschaften als Rauschmittel missbraucht werden.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Arzneimittel-Wechselwirkungen sind mit zentral dämpfenden Arzneimitteln, Alkohol, anticholinergen Wirkstoffen, Amisulprid und MAO-Hemmern möglich.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Müdigkeit, Schläfrigkeit, anticholinerge Nebenwirkungen (Mundtrockenheit, zentrale Störungen, Verwirrung, Halluzinationen, Erregbarkeit, Harnverhaltung, Herzrhythmusstörungen, tiefer Blutdruck), Hautausschläge und Überempfindlichkeitsreaktionen.

siehe auch

Antihistaminika, Promethazin

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 13.5.2019 geändert.
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