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Naratriptan Arzneimittelgruppen Triptane

Naratriptan ist ein gefässverengender Wirkstoff aus der Gruppe der Triptane zur akuten Behandlung der Migräne mit oder ohne Aura. Die Wirkungen beruhen auf dem Agonismus an Serotoninrezeptoren. Bei der Behandlung müssen die tiefen maximalen Tagesdosen und das Dosierungsintervall beachtet werden. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören ein Kribbeln, Schmerzen, Hitzegefühl, Übelkeit, Erbrechen, ein Druck-, Enge- oder Schweregefühl.

synonym: Naratriptanum, Naratriptani hydrochloridum, Naratriptanhydrochlorid

Produkte

Naratriptan ist in Form von Filmtabletten im Handel (Naramig®). Es ist in der Schweiz seit 1997 zugelassen. In Deutschland ist Naratriptan in Apotheken auch ohne ärztliches Rezept erhältlich (Formigran®).

Struktur und Eigenschaften

Naratriptan (C17H25N3O2S, Mr = 335.5 g/mol) ist strukturell mit Serotonin verwandt und ist ein Indol- und Piperidin-Derivat. Es liegt in Arzneimitteln als Naratriptanhydrochlorid vor, ein weisses bis leicht gelbliches Pulver vor, das in Wasser gut löslich ist.

Wirkungen

Naratriptan (ATC N02CC02 ) hat gefässverengende, schmerzlindernde und entzündungshemmende Eigenschaften. Die Wirkungen beruhen auf dem Agonismus an 5HT1B- und 5HT1D-Serotonin-Rezeptoren.

Indikationen

Zur akuten Behandlung der Migräne mit oder ohne Aura.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Bei der Behandlung muss die tiefe maximale Tagesdosis (5 mg) und das Dosierungsintervall (vier Stunden) beachtet werden. Die Tabletten sollen so bald wie möglich nach dem Einsetzen der Migränekopfschmerzen eingenommen werden. Sie dürfen jedoch nicht vorbeugend angewandt werden.

Kontraindikationen

Naratriptan ist bei Überempfindlichkeit, aufgrund seiner gefässverengenden Eigenschaften bei bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bei schwerer Leber- oder Niereninsuffizienz, bei Basilaris-Migräne, hemiplegischer und ophthalmoplegischer Migräne kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Arzneimittel-Wechselwirkungen sind mit MAO-Hemmern und Arzneimitteln mit serotonerger Wirkung möglich (Gefahr eines Serotoninsyndroms).

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören ein Kribbeln, Schmerzen, Hitzegefühl, Übelkeit, Erbrechen, ein Druck-, Enge- oder Schweregefühl.

siehe auch

Triptane, Serotoninsyndrom, Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 4.12.2017 geändert.
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