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Erdöl Kohlenwasserstoffe

Erdöl ist eine üblicherweise braune bis schwarze Flüssigkeit, die natürlich im Erdreich vorkommt und aus Algen und Zooplankton entstanden ist, welche vor Jahrmillionen gelebt haben. Durch eine fraktionierte Destillation werden aus dem Öl Brennstoffe wie Benzin, Diesel, Heizöl, Kerosin und viele Rohstoffe gewonnen, die unter anderem auch für die Herstellung pharmazeutischer Wirk- und Hilfsstoffe verwendet werden. Die Verbrennung von Erdölprodukten ist neben den anderen fossilen Brennstoffen Kohle und Erdgas die wichtigste Ursache für die enorme Freisetzung von Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre und die globale Erwärmung. Eine Reduktion des Verbrauchs ist deshalb dringend angezeigt. Auch vor dem Hintergrund, dass Erdöl eine endliche Ressource ist.

synonym: Petroleum

Produkte

Die moderne Verwendung des Erdöls begann Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Destillation des Chemikers James Young. Der Verbrennungsmotor wurde Ende des 19. Jahrhunderts erfunden. Heute werden weltweit täglich Milliarden Liter Erdöl verbraucht. Beinahe jeder Aspekt unserer modernen westlichen Zivilisation ist mit dem Erdöl verbunden und Erdölprodukte spielen auch in der Pharmazie eine wichtige Rolle.

Struktur und Eigenschaften

Erdöl ist eine üblicherweise braune bis schwarze Flüssigkeit mit einem unangenehmen Geruch, die in verschiedenen Schichten des Erdreichs vorkommt. Es ist unter Druck und bei erhöhter Temperatur hauptsächlich aus Zooplankton und Algen entstanden, die vor Jahrmillionen gelebt haben. Das organische Material hat sich nach dem Absterben unter aneroben Bedingungen (z.B. in sauerstoffarmem Wasser) abgelagert und wurde unter Sedimentschichten begraben.

Die im Erdöl gespeicherte chemische Bindungsenergie stammt ursprünglich von der Photosynthese, also von der elektromagnetischen Strahlung der Sonne.

Erdöl gehört wie die Kohle und Erdgas zu den fossilen Brennstoffen. Es wird mithilfe einer fraktionierten Destillation zu verschiedenen Erdölprodukten aufgetrennt. Erdgas kommt oft gemeinsam mit Erdöl vor und ist teilweise in ihm gelöst.

Zu den Hauptbestandteilen des Erdöls gehören verschiedene gasförmige, flüssige, halbfeste und feste Kohlenwasserstoffe wie beispielsweise Alkane, Cycloalkane und Aromaten. Erdöl enthält einen vergleichsweise hohen Schwefelanteil, der bei der Herstellung der Brennstoffe entfernt werden muss, damit bei der Verbrennung kein Schwefeldioxid entsteht. Dieser Schwefel wird industriell verwendet, zum Beispiel für die Herstellung der Schwefelsäure.

Anwendungsgebiete

Für die Herstellung von:

Erdöl ist auch für die Pharmazie von Bedeutung, da sie einige Erdölprodukte verwendet. Dazu gehört zum Beispiel die Vaseline, die Paraffine, Hartparaffin, Rohstoffe für Chemikalien, Wundbenzin, Fleckenbenzin, Lösungsmittel und Behältnisse aus Plastik. Ausgangsstoffe für pharmazeutische Wirkstoffe und Hilfsstoffe werden aus Erdöl gewonnen.

Unerwünschte Wirkungen

Der extrem hohe Verbrauch von fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Kohle und Erdgas hat zur Folge, dass enorme Mengen Kohlenstoffdioxid (CO2) in die Atmosphäre freigesetzt werden. Dies führt zum Treibhauseffekt und fördert die globale Erwärmung, welche auf der Erde mittelfristig katastrophale Auswirkungen hat. Eine Umstellung auf eine nachhaltige und CO2-freie Energieproduktion ist deshalb zwingend erforderlich. Auch die Förderung, die Verarbeitung und Verbrennung hat schädliche Auswirkungen auf die Menschen und die Umwelt.

siehe auch

Kohle, Erdgas, Alkane, Aromaten, Paraffine, Benzine, Verbrennungen, Photosynthese, Energie, Kohlenstoffdioxid

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 23.9.2021 geändert.
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