Vision Team Impressum Datenschutz Werben SPENDEN Newsletter Facebook

Betaxolol Arzneimittelgruppen Betablocker-Augentropfen

Betaxolol ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der selektiven Betablocker, der in Form von Augentropfen zur Behandlung eines erhöhten Augeninnendrucks verwendet wird. Die Wirkungen beruhen vermutlich auf einer Reduktion der Kammerwassersekretion. Bei der Behandlung muss beachtet werden, dass der Wirkstoff in den Blutkreislauf aufgenommen werden kann. Deshalb können unerwünschte Wirkungen auftreten, welche unter anderem die Atemwege und den Herz-Kreislauf betreffen.

synonym: Betaxololum, Betaxololi hydrochloridum PhEur, Betaxololhydrochlorid

Produkte

Betaxolol ist in Form von Augentropfen im Handel (Betoptic® S). Es ist in der Schweiz seit 1995 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Betaxolol liegt in Arzneimitteln als Betaxololhydrochlorid und Racemat vor (C18H30ClNO3, Mr = 343.9 g/mol), ein weisses, kristallines Pulver, das in Wasser sehr leicht löslich ist. Das Enantiomer Levobetaxolol ist in den USA ebenfalls in Form von Augentropfen im Handel. In der Schweiz ist es bisher nicht erhältlich.

Wirkungen

Betaxolol (ATC C07AB05 , ATC S01ED02 ) senkt den Augeninnendruck. Da es β1-selektiv, also kardioselektiv ist, ist es bezüglich pulmonaler Nebenwirkungen möglicherweise besser verträglich als unselektive Betablocker, die am Auge angewandt werden. Konkurrenzprodukte wie Carteolol oder Timolol sind nicht selektiv.

Indikationen

Zur Behandlung eines chronischen Weitwinkelglaukoms und bei erhöhtem Augeninnendruck. In den USA, nicht aber in der Schweiz, ist der Wirkstoff in Form von Tabletten auch zur oralen Behandlung der Hypertonie zugelassen.

Dosierung

Gemäss der Arzneimittel-Fachinformation. Üblicherweise werden 2 mal täglich 1-2 Tropfen in den Bindehautsack des erkrankten Auges gegeben.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

In Kombination mit Adrenalin oder Dipivefrin kann es zu einer Pupillenerweiterung kommen. Weitere Interaktionen sind mit catecholaminreduzierenden Arzneimittel, adrenergen psychotropen Arzneimitteln, peroralen Betablockern, sowie mit negativ inotropen oder negativ chronotropen Arzneimitteln möglich.

Unerwünschte Wirkungen

Sehr häufig tritt ein unangenehmes Gefühl in den Augen und ein Augenstechen auf. Gelegentlich treten lokale Beschwerden am Auge wie Tränenfluss, Fremdkörpergefühl, verminderte Empfindlichkeit der Hornhaut, Hornhautentzündung, unterschiedliche Pupillenerweiterung der beiden Augen, Rötung oder Lichtempfindlichkeit auf. Systemische Nebenwirkungen der Betablocker wie Herzrhythmusstörungen, tiefer Blutdruck, langsamer Puls, Kopfschmerzen, Synkope, Schwindel, Asthma oder Atemstörungen sind selten.

siehe auch

Grüner Star, Betablocker-Augentropfen, Antiglaukomatosa

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

Unterstützen Sie das PharmaWiki mit einer Spende!

© PharmaWiki 2007-2018 - PharmaWiki informiert unabhängig und zuverlässig über Medikamente und Gesundheit.
Dieser Artikel wurde zuletzt am 29.1.2018 geändert.
Impressum und Datenschutzerklärung
Produkte zu dieser Seite anzeigen