Unsere Vision Team Kontakt Werben SPENDEN Disclaimer Newsletter Twitter Facebook

Vaborbactam Arzneimittelgruppen Beta-Lactamase-Inhibitoren

Vaborbactam ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Beta-Lactamase-Inhibitoren, der in Kombination mit dem Antibiotikum Meropenem für die Behandlung komplizierter Harnwegsinfektionen eingesetzt wird. Die Effekte beruhen auf der Hemmung von Beta-Lactamasen und insbesondere Carbapenemasen (KPC). Dadurch wird die Resistenz der Bakterien gegenüber dem Antibiotikum aufgehoben. Das Arzneimittel wird als intravenöse Infusion verabreicht. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen der Fixkombination gehören Kopfschmerzen, Reaktionen an der Infusionsstelle und Durchfall.

synonym: Vaborbactamum, RPX7009

Produkte

Vaborbactam wurde in den USA im Jahr 2017 als Fixkombination mit dem Antibiotikum Meropenem zugelassen (Vabomere®, The Medicines Company). Meropenem gehört zur Gruppe der Carbapeneme und Beta-Lactam-Antibiotika.

Struktur und Eigenschaften

Vaborbactam (C12H16BNO5S, Mr = 297.1 g/mol) ist eine zyklische Bor-Verbindung und ein Boronsäure-Derivat. Es handelt sich nicht um einen Vertreter der Beta-Lactame.

Wirkungen

Vaborbactam hemmt Beta-Lactamasen, welche an Resistenzen der Bakterien gegenüber Meropenem beteiligt sind. Dadurch werden die Bakterien und insbesondere Klebsiella pneumoniae aus der Familie der Enterobakterien empfindlich gegenüber dem Antibiotikum. Vaborbactam ist aktiv gegen Serin-Carbapenemasen, speziell gegen die Klebsiella pneumonia Carbapenemase (KPC). Vaborbactam hat selbst keine antibakterielle Eigenschaften.

Zu den sensiblen Erregern gehören der Enterobacter cloacae Spezieskomplex, Escherichia coli und Klebsiella pneumoniae.

Indikationen

In Kombination mit Meropenem für die Behandlung komplizierter Harnwegsinfektionen.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Das Arzneimittel wird als intravenöse Infusion verabreicht.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen der Fixkombination mit Meropenem gehören Kopfschmerzen, Reaktionen an der Infusionsstelle und Durchfall.

siehe auch

Meropenem, Beta-Lactamase-Inhibitoren

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

© PharmaWiki 2007-2017 - PharmaWiki informiert unabhängig und zuverlässig über Medikamente und Gesundheit.
Dieser Artikel wurde zuletzt am 30.8.2017 geändert.
Produkte zu dieser Seite anzeigen