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Ustekinumab Arzneimittelgruppen Immunsuppressiva Monoklonale Antikörper

Ustekinumab ist ein Interleukin-Inhibitor aus der Gruppe der monoklonalen Antikörper, der als Mittel der zweiten Wahl zur Behandlung von Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis zugelassen ist. Die Injektionslösung wird im Abstand von einem, später 3 Monaten, unter die Haut gespritzt. Ustekinumab neutralisiert die Interleukine IL-12 und IL-23 und wirkt so immunsuppressiv und entzündungshemmend. Da es Teile des Immunsystems unterdrückt, kann es die Entstehung von Infektionen fördern und hat das Potential, das Risiko für bösartige Tumoren zu erhöhen. Zu den häufigsten unerwünschten Wirkungen gehören Atemwegsinfektionen, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen sowie lokale Reaktionen an der Injektionsstelle.

synonym: Ustekinumabum, CNTO-1275

Produkte

Ustekinumab ist als Injektionslösung im Handel (Stelara®). Es wurde in der EU im Januar 2009, in den USA im September 2009 und in der Schweiz im Oktober 2010 neu zugelassen.

Im Jahr 2017 wurde zusätzlich ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung freigegeben. Dieser Artikel bezieht sich auf die subkutane Verabreichung.

Struktur und Eigenschaften

Ustekinumab ist ein humaner monoklonaler IgG1κ-Antikörper gegen die p40-Untereinheit der Interleukine IL-12 und IL-23.

Wirkungen

Ustekinumab (ATC L04AC05 ) bindet und neutralisiert die humanen Zytokine Interleukin-12 und Interleukin-23, die bei der Immunantwort eine Rolle spielen und für die Entstehung der Psoriasis teilweise verantwortlich gemacht werden. Ustekinumab wirkt dadurch immunsuppressiv und entzündungshemmend.

Indikationen

Für die Behandlung erwachsener Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis, bei denen andere systemische Therapien einschliesslich Ciclosporin, Methotrexat oder PUVA nicht angesprochen haben, kontraindiziert sind oder nicht vertragen wurden. Zur Behandlung anderer Autoimmunerkrankungen ist Ustekinumab bisher nicht zugelassen.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Das Arzneimittel wird subkutan injiziert. Die nächste Injektion folgt 4 Wochen später und anschliessend im Abstand von 12 Wochen. Diese langen Abstände sind möglich, weil Ustekinumab eine Halbwertszeit von 15-32 Tagen hat.

Kontraindikationen

Ustekinumab ist bei Überempfindlichkeit und bei einer klinisch relevanten und aktiven Infektion, wie z.B. Tuberkulose, kontraindiziert. Der Grund liegt darin, dass Ustekinumab das Risiko für Infektionen erhöht und latente Infekte reaktivieren kann. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Zu möglichen Arzneimittel-Wechselwirkungen liegen keine ausreichenden Daten vor. Lebendimpfstoffe sollten nicht gleichzeitig verabreicht werden.

Unerwünschte Wirkungen

Ustekinumab hat das Potential, schwere Infektionen auszulösen und das Risiko für die Entwicklung bösartiger Tumore zu erhöhen. Zu den am häufigsten beobachteten unerwünschten Wirkungen gehören Atemwegsinfektionen, Zellulitis, Überempfindlichkeitsreaktionen, Depressionen, Schwindel, Kopfschmerzen, Schmerzen im Nasenrachenraum, verstopfte Nase, Durchfall, Juckreiz, Rückenschmerzen, Muskelschmerzen, Müdigkeit und lokale Reaktionen an der Injektionsstelle.

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt. Abbildung: © PharmaWiki.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 11.7.2017 geändert.
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