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Vernakalant Arzneimittelgruppen Antiarrhythmika Klasse I und III

Vernakalant ist Wirkstoff aus der Gruppe der Antiarrhythmika, das zur Wiederherstellung des normalen Herzrhythmus bei kürzlich aufgetretenem Vorhofflimmern eingesetzt wird. Es wird parenteral von medizinischem Fachpersonal verabreicht und wirkt selektiv am Vorhof des Herzens durch eine Blockade von Ionenkanälen. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören unter anderem Geschmacksstörungen, Kopfschmerzen, tiefer Blutdruck, Verdauungsbeschwerden und lokale Beschwerden an der Injektionsstelle.

synonym: Vernakalantum, Vernakalanti hydrochloridum, Vernakalanthydrochlorid, RSD-1235, Kynapid

Produkte

Vernakalant ist als Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung im Handel (Brinavess®). Es ist in der Schweiz dem Jahr 2011 zugelassen. Eine orale retardierte Darreichungsform befindet sich in Entwicklung.

Struktur

Vernakalant (C20H32ClNO4, Mr = 385.9 g/mol) ist eine enantiomerenreine Pyrrolidinolverbindung. Es liegt in Arzneimitteln als Vernakalanthydrochlorid vor.

Wirkungen

Vernakalant (ATC C01BG11 ) hat am Vorhof des Herzens antiarrhythmische Eigenschaften und stellt den normalen Herzrhythmus wieder her. Es verlängert die atriale Refraktärzeit und verzögert die Überleitungsgeschwindigkeit in Abhängigkeit von der Frequenz. Die Wirkungen beruhen auf der Blockade von Kalium- und Natriumkanälen. Die Halbwertszeit liegt zwischen 3-5 Stunden.

Indikationen

Rasche Konversion eines kürzlich aufgetretenen Vorhofflimmerns in den Sinusrhythmus bei Erwachsenen.

Vorhofflimmern ist eine sehr häufige Herzrhythmusstörung, die entsteht, wenn die Vorhöfe des Herzens rasch und unregelmässig schlagen.

Dosierung

Gemäss der Arzneimittel-Fachinformation. Vernakalant wird von medizinischem Fachpersonal parenteral verabreicht.

Kontraindikationen

Vernakalant ist bei Überempfindlichkeit kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Vernakalant wird von CYP2D6 O-demethyliert, allerdings werden über diesen Mechanismus keine relevanten Wechselwirkungen erwartet. Spezifische Studien wurden nicht durchgeführt.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten unerwünschten Wirkungen gehören Geschmacksstörungen, Parästhesie, Schwindel, Kopfschmerzen, Hypoästhesie, Bradykardie, Vorhofflattern, tiefer Blutdruck, Husten, nasale Beschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Mundtrockenheit, Juckreiz, Schwitzen sowie lokale Beschwerden an der Injektionsstelle.

siehe auch

Antiarrhythmika

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 14.4.2017 geändert.
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