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Ubrogepant Arzneimittelgruppen CGRP-Rezeptor-Antagonisten (Gepante)

Ubrogepant ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der CGRP-Rezeptor-Antagonisten für die Behandlung einer akuten Migräne bei Erwachsenen. Die Effekte beruhen auf dem Antagonismus am CGRP-Rezeptor. Der natürliche Ligand CGRP (Calcitonin Gene-Related Peptide) ist ein Neuropeptid, das bei der Auslösung der Migräne eine wichtige Rolle spielt. Die Tabletten werden bei Bedarf unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Übelkeit und Schläfrigkeit. Ubrogepant ist ein Substrat von CYP3A4 und darf nicht mit starken CYP3A4-Hemmern kombiniert werden.

synonym: Ubrogepantum, MK-1602

Produkte

Ubrogepant wurde in den USA im Jahr 2019 in Form von Tabletten zugelassen (Ubrelvy®).

Struktur und Eigenschaften

Ubrogepant (C29H26F3N5O3, Mr = 549.6 g/mol) liegt als weisses Pulver vor, das in Wasser praktisch unlöslich ist.

Wirkungen

Ubrogepant hat schmerzlindernde Eigenschaften und ist wirksam gegen weitere Symptome der Migräne wie Photophobie (Lichtempfindlichkeit), Phonophobie (Geräuschempfindlichkeit) und Übelkeit. Die Effekte beruhen auf dem Antagonismus am CGRP-Rezeptor. Die Halbwertszeit liegt im Bereich von 5 bis 7 Stunden.

CGRP (Calcitonin Gene-Related Peptide) ist ein Neuropeptid, das bei der Auslösung von Migräneanfällen eine wichtige Rolle spielt. Es besteht aus 37 Aminosäuren und wird im peripheren und im zentralen Nervensystem exprimiert. Es existieren zwei Isoformen, CGRP-α (Abbildung) und CGRP-β, welche sich in drei Aminosäuren unterscheiden. Beide sind Agonisten am CGRP-Rezeptor.

CGRP hat stark gefässerweiternde Eigenschaften und spielt bei der Schmerzauslösung sowie bei der neurogenen Entzündung eine zentrale Rolle. Bei Mi­g­rä­ni­kern wurden bei einem Anfall erhöhte CGRP-Werte festgestellt und durch die intravenöse Verabreichung des Peptids lassen sich bei Migränepatienten Anfälle auslösen.

Wirkmechanismus der CGRP-Rezeptor-Antagonisten (Gepante), zum Vergrössern anklicken. Illustration © PharmaWiki

Indikationen

Für die Akuttherapie der Migräne bei Erwachsenen, mit oder ohne Aura.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Das Arzneimittel wird im Unterschied zu den → CGRP-Inhibitoren (monoklonale Antikörper) peroral und nur bei Bedarf eingenommen. Die Tabletten werden unabhängig von den Mahlzeiten verabreicht. Bei Bedarf kann nach mindestens zwei Stunden eine weitere Dosis eingenommen werden.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Ubrogepant wird hauptsächlich von CYP3A4 metabolisiert und Interaktionen sind sowohl mit Inhibitoren als auch mit Induktoren möglich. Die Kombination mit starken CYP3A4-Hemmern ist kontraindiziert (siehe oben). Des Weiteren ist Ubrogepant auch ein Substrat von P-Glykoprotein und BCRP.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Übelkeit und Schläfrigkeit. Eine Lebertoxizität wurde bisher nicht beobachtet. Dies im Unterschied zu anderen CGRP-Rezeptor-Antagonisten. Anders als die Triptane verursacht Ubrogepant keine Gefässverengung.

siehe auch

CGRP-Rezeptor-Antagonisten, CGRP-Inhibitoren, Triptane, Migräne

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 26.12.2019 geändert.
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