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Resorcin Arzneimittelgruppen Keratolytika

Resorcin (Resorcinol) ist ein antiseptischer und leicht ätzender Wirkstoff aus der Gruppe der Keratolytika. Es handelt sich um das Diphenol 1,3-Dihydroxybenzol. Resorcin ist in wenigen äusserlich anzuwendenden Arzneimitteln für die Behandlung der Akne, Warzen und Hühneraugen enthalten. Aufgrund der möglichen unerwünschten Wirkungen wird es heute zurückhaltend verwendet.

synonym: Resorcinolum PhEur, Resorzin, Resorcinol

Produkte

Resorcin (Resorcinol) ist in wenigen flüssigen und halbfesten Arzneimitteln enthalten. Es wird auch für die Herstellung von Magistralrezepturen verwendet, ist aufgrund der unerwünschten Wirkungen aber umstritten.

Struktur und Eigenschaften

Resorcin (C6H6O2, Mr = 110.1 g/mol) liegt als kristallines Pulver oder als farblose bis schwach graurosa Kristalle mit einem süslichen Geruch vor. An Luft und Licht schlägt die Farbe in Rot um. Resorcin ist in Wasser sehr leicht löslich. Resorcin gehört zu den Phenolen und Dihydroxybenzolen. Am Benzolring sind zwei Hydroxygruppen in m-Position gebunden (1,3-Dihydroxybenzol). Der Schmelzpunkt liegt bei etwa 110 °C. Resorcin ist wie Phenol leicht sauer.

Wirkungen

Resorcin (ATC D10AX02 , ATC S01AX06 ) hat keratolytische, antiseptische und leicht ätzende Eigenschaften.

Anwendungsgebiete

Zu den medizinischen Anwendungsgebieten gehören:

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Arzneimittel werden ausschliesslich äusserlich auf der Haut angewandt. Sie dürfen nicht eingenommen und nicht überdosiert werden.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören lokale Hautreaktionen. Die Aufnahme hoher Dosen in die Haut kann Gewebsnekrosen und eine systemische Toxizität (z.B. Hemmung der Schilddrüsenfunktion) verursachen. Der Kontakt mit den Augen soll vermieden werden, weil Resorcin eine Binde- oder Hornhautentzündung auslösen kann. Schliesslich hat Resorcin photosensibilisierende Eigenschaften und im Tierversuch zeigten sich mutagene Effekte.

siehe auch

Castellani-Lösung, Phenol

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 13.1.2020 geändert.
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