Pyrolyse
PharmaWikiDie Pyrolyse ist ein Vorgang, bei welchem chemische Bindungen von Molekülen mit Hitze gelöst werden. Es bilden sich neue Verbindungen. Aufgrund des Ausschlusses von Sauerstoff findet keine Oxidation und Verbrennung statt. Die Pyrolyse ist eine wichtiges Verfahren für die Herstellung von Rohstoffen und Chemikalien. Dazu gehören zum Beispiel die Holzkohle, die Aktivkohle, Holzessig und Alkane.synonym: Trockene Destillation, Pyrolysis, Verkohlung
Definition und EigenschaftenDie Pyrolyse ist ein Vorgang, bei welchem chemische Bindungen von Molekülen mithilfe von Hitze und unter dem weitgehenden Ausschluss von Sauerstoff aufgelöst werden. Dadurch entstehen neue Verbindungen als Gase, Flüssigkeiten und Festkörper. Dies im Unterschied zu einer Verbrennung, bei welcher Oxide wie Kohlenstoffdioxid entstehen. Es findet also keine Oxidation statt. In der Praxis können abhängig vom Prozess geringe Mengen Sauerstoff vorhanden sein.
Holzkohle, zum Vergrössern anklicken. Foto © PharmaWiki
AnwendungsgebieteAuswahl von Anwendungsgebieten:
- Herstellung von Holzessig, Holzteer, Methanol und Holzgas aus Holz.
- Gewinnung von Holzkohle, Koks, Aktivkohle und Kohlenstoff (Karbonisierung, Verkohlung).
- Für die Herstellung zahlreicher Rohstoffe, z.B. Schwefelsäure, Ethylen, Alkanen, Wasserstoff und Teer.
- Alternative zur Gewinnung von Erdölprodukten aus Biomasse.
- Bei der Karamellisierung, beim Rösten und Grillen.
- Zur Selbstreinigung von Öfen.
- Fachliteratur
- Lehrbücher der Chemie
Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

